Seit Jänner 5.650 Pflegerinnen legalisiert:
Viele Slowakinnen nutzen neues 24-h-Modell

Selbstständigkeit von Pflegerinnen gut angenommen Geflopptes Angestelltenmodell soll verschärft werden

Seit Jänner 5.650 Pflegerinnen legalisiert:
Viele Slowakinnen nutzen neues 24-h-Modell © Bild: APA/Barbara Gindl

Für das 24-Stunden-Modell konnten seit Jahresbeginn bereits rund 6.000 Anmeldungen von bisher illegalen Pflegerinnen verzeichnet werden. Laut Wirtschaftskammer haben bislang 5.650 Personen das neue Gewerbe der Personenbetreuung angemeldet. Das Angestelltenmodell dagegen habe sich als "viel zu teurer Flop mit nur knapp 300 Anmeldungen" herausgestellt. An der Spitze der Anmeldungen für die angebotenen Pflegemodelle stehen mit 79 Prozent Personenbetreuer aus der Slowakei.

Es folgen mit sechs Prozent an zweiter Stelle Pflegerinnen aus Rumänien, den dritten Platz nimmt mit fünf Prozent bereits Österreich ein. Tschechen folgen mit drei und Ungarn mit 1,5 Prozent. Die weiteren Betreuer kommen laut Angaben der Wirtschaftskammer aus Bulgarien, Deutschland, Indien, Italien, Japan, Kirgistan, Kroatien, Polen, Russland, der Schweiz, Serbien und Slowenien. 90 Prozent aller Pflegenden sind Frauen.

Die 15a-Vereinbarung regelt die Förderungen für jene Bürger, welche ihre bisher illegalen Pflegerinnen angemeldet haben. Gefördert wird nach dem Modell die Betreuung durch selbstständige Personenbetreuer in der Höhe von maximal 225 Euro und durch unselbstständige Kräfte in der Höhe von maximal 800 Euro pro Monat auf Basis von mindestens zwei Betreuungsverhältnissen. Die Förderhöhen sollen bis Jahresmitte 2008 evaluiert werden.

Wirtschaftskammer von Selbstständigenmodell überzeugt
Wirtschaftskammer-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner betonte in einer Aussendung, dass das Selbstständigenmodell gegenüber dem Angestelltenmodell nicht nur günstiger, sondern auch der administrative Aufwand für die betroffenen Familien deutlich geringer sei. Deshalb sollte es Nachschärfungen bei den Förderungen zugunsten der Selbstständigen geben. "Es kann nicht sein, dass die gleiche Betreuungsleistung abhängig von der Beschäftigungsform einmal mit 800 und einmal mit 225 Euro gefördert wird." Mitterlehner verweist auch darauf, dass die Pflegeamnestie mit Ende Juni ausläuft. Er appelliert an die Betroffenen, eine Legalisierung bereits jetzt durchzuführen.
(apa/red)