"Sein Wirken bleibt lebendig": Präsident Fischer würdigt Lebenswerk von Sinowatz

Ehrengrab in seiner Heimatgemeinde Neufeld "Viele, die ihm ein Wort des Dankes sagen wollen"

"Sein Wirken bleibt lebendig": Präsident Fischer würdigt Lebenswerk von Sinowatz © Bild: APA/Schlager

Als liebenswerten Menschen, treuen Sohn des Burgenlandes und großen Österreicher hat Bundespräsident Heinz Fischer den verstorbenen Altbundeskanzler Fred Sinowatz gewürdigt, der in seiner Heimatgemeinde Neufeld im Burgenland beigesetzt wurde. Am offenen Grab wolle er sich nicht nur von Fred Sinowatz, dem Altbundeskanzler, dem Burgenländer, dem Familienvater und Freund verabschieden, sondern "als Bundespräsident sagen, dass die Republik Österreich sein Lebenswerk würdigt, ihm Dankbarkeit schuldig ist und sich an Fred Sinowatz mit Respekt und mit größter Hochachtung erinnert", sagte Fischer.

Sinowatz habe es auf seinem Lebensweg nicht leicht gehabt. Er habe schon als Kind in seiner Familie und in seiner Umgebung Armut, Mühe und Plage kennengelernt und sei in einer Zeit aufgewachsen, die durch Not, Diktatur und Krieg geprägt war. "Fred Sinowatz wollte eine andere, eine humane und gerechte Gesellschaft", so Fischer. An der Verwirklichung seiner Ideale habe er hart gearbeitet und sei auch "ein Motor für das neue Burgenland" gewesen.

Auch in der Politik habe es der verstorbene Altkanzler nicht immer leicht gehabt und unter der Last seiner Aufgaben manchmal gelitten, "vor allem deshalb, weil er nicht immer fair und gerecht behandelt wurde." Sinowatz habe "unserem Land in allen seinen Funktionen redlich gedient und größten Nutzen geschaffen", sagte Fischer.

Als er die Zeit für gekommen hielt, habe er die politische Bühne "nach eigenem Entschluss und mit erhobenem Haupt verlassen" und für seine Nachfolge in kluger Weise Sorge getragen. Sinowatz habe im Lauf seines Lebens gute und echte Freunde gewonnen. "Dass manches anerkennende Wort erst nach seinem Tod ausgesprochen und manche faire Beurteilung seiner Lebensleistung erst jetzt zu Papier gebracht wird, will ich in dieser Stunde nicht weiter kommentieren", sagte Fischer.

Sinowatz lasse "viele zurück, die ihm gerne nochmals ein gutes Wort, ein Wort des Dankes sagen wollen", so der Bundespräsident: "Sein Wirken in Österreich und für Österreich wird lebendig bleiben und sein Andenken wird hoch gehalten werden."
(apa/red)