"Sein Tod ist für Familie ein Schock":
Große Trauer um Playboy Gunter Sachs

Beerdigung findet "im engsten Familienkreis" statt Was Udo Jürgens und Co. zu seinem Ableben sagen

Für viele war es ein Schock: Playboy Gunter Sachs hat sich überraschenderweise selbst das Leben genommen. Nun spricht sein Sohn über den tragischen Vorfall und wie es der Familie damit geht. Auch Udo Jürgens und Niki Lauda haben sich zum Selbstmord des Fotografen geäußert.

Für Gunter Sachs wird es in absehbarer Zeit eine Gedenkfeier im größeren Rahmen geben, teilte sein Sohn Rolf mit. Die Beerdigung für seinen Vater, der am vergangenen Samstag Suizid begangen hatte, werde dagegen "im engsten Familienkreis" stattfinden. Einen Ort oder einen Zeitpunkt für die Beisetzung nannte Sachs nicht. Er betonte, diese sei "eine rein private Angelegenheit".

Nach dem Selbstmord von Gunter Sachs aus Angst vor Alzheimer sind seine Angehörigen tief getroffen. "Sein Tod ist für die Familie ein großer Schock. Gleichzeitig sind wir sehr dankbar, dass mein Vater ein so großartiges Leben führen konnte", sagte Sachs' Sohn Christian Gunnar (39) dem Schweizer Boulevardblatt "Blick". "Wir hoffen, dass er jetzt an einem Ort ist, wo er seine Angst vor der Vergesslichkeit überwinden kann."

Tod aus Angst vor Alzheimer-Krankheit
Der 78 Jahre alte Unternehmer und Künstler Gunter Sachs hatte offenbar aus Angst vor der Alzheimer-Krankheit seinem Leben ein Ende gesetzt. In dem von der Familie veröffentlichten Abschiedsbrief schrieb Sachs, er habe erkannt, an der "ausweglosen Krankheit A." zu leiden: "Der Verlust der geistigen Kontrolle über mein Leben wäre ein würdeloser Zustand, dem ich mich entschlossen habe, entschieden entgegenzutreten."

Promis zu seinem Tod
Auch Prominente äußerten sich nun nach dem Tod des Lebemanns. In der "Bild"-Zeitung sagt Udo Jürgens (76): "Das muss man respektieren. Da gehört viel Mut dazu und das passt zu ihm. Er war ein sehr stolzer Mann und wollte nicht seine Würde verlieren."

Formel-1-Legende und Unternehmer Niki Lauda (62) sagte der Zeitung: "Wir können nicht in andere Menschen hineinschauen, was sie fühlen, denken. Wir haben Gunters Entscheidung zu akzeptieren und zu respektieren." Der Star-Koch Eckart Witzigmann (69) sagte: "Ich finde es schade, dass er diesen Weg gewählt hat. Aber trotz allem passt dieser Abgang zu seinem stets so konsequenten Lebensstil."

Die Schweizer Zeitung "Blick" berichtet, Sachs' ehemalige Ehefrau, der französische Filmstar Brigitte Bardot, sei von seinem Tod so betroffen gewesen, dass sie zusammengebrochen sei. Drei Tage lang habe die Bardot geschwiegen. Die Zeitung zitierte sie mit: "Ich bin derart erschüttert und traurig, dass ich mich erst nach Gunters Beerdigung richtig äußern kann. Das tue ich auch aus großem Respekt, den ich gegenüber der ganzen Familie Sachs habe." Der Filmstar und Gunter Sachs waren nur drei Jahre verheiratet und trennten sich 1969 einvernehmlich.

(apa/red)