Sehnsucht Europa: 16 Bootsflüchtlinge auf dem Weg zu den Kanaren verdurstet

In Verzweiflung versucht, Meerwasser zu trinken

Beim vergeblichen Versuch, auf die kanarischen Inseln zu gelangen, sind 16 Bootsflüchtlinge aus Afrika verdurstet. Sie hätten versucht, Meerwasser zu trinken, teilte der Polizeichef von Nouadhibou im Norden Mauretaniens am Freitag mit. Die mauretanischen Behörden hatten das Boot mit insgesamt 97 Auswanderern am Mittwoch aus der Seenot gerettet. An Bord fanden sie zwei Leichen. Elf weitere Tote hatten die Insassen ins Meer geworfen. Drei Überlebende starben im Krankenhaus an Entkräftung.

Nach spanischen Zeitungsberichten wurden dieses Jahr schon fast 25.000 Flüchtlinge auf dem Weg zu den Kanaren und in der Straße von Gibraltar abgefangen. Dies waren doppelt so viele wie im gesamten vergangenen Jahr.

(apa/red)