Vermisste Boeing von

Seglerin will Flug MH370 über dem
Indischen Ozean gesehen haben

Britin sah in der Nacht des Verschwindens ein brennendes Flugzeug am Nachthimmel

Malaysia Airlines-Flugzeuge in Kuala Lumpur. © Bild: APA/EPA/Shamshahrin Shamsudin

Eine britische Seglerin gibt an, in der Nacht des Verschwindens des nach wie vor vermissten Malaysia Airlines-Fluges MH370 ein brennendes Flugzeug am Himmel über dem Indischen Ozean gesehen zu haben. Die Frau befand sich zu dem Zeitpunkt mit ihrem Mann auf einem 13-monatigen Turn von Indien nach Thailand.

Katherine Tee hielt alleine an Deck Nachtwache, als sie am Nachthimmel ein Flugzeug mit seltsamen orangen Lichtern entdeckte, das eine Spur aus dichtem, schwarzem Rauch hinter sich herzog, erzählte sie der "Phuket Gazette". Ihr Mann schlief zu dem Zeitpunkt unter Deck. "Ich sah etwas, das wie ein brennendes Flugzeug aussah", sagte sie der Zeitung. Und sie habe sich sehr über die merkwürdigen orangen Lichter gewundert.

Am nächsten Tag behielt sie ihre Beobachtung vorerst für sich, da sie sich mit ihrem Mann während der Zeit auf See gestritten und seit einer Woche nicht mit ihm gesprochen hatte. Nach ihrer Ankunft in Phuket am 10. März erfuhren die Segler von der verschwundenen Boeing 777 und Tee erzählte anderen Seglern von dem Vorfall. Die meisten empfahlen ihr, die Sichtung den Behörden zu melden, doch die 41-Jährige entschied sich dagegen, nachdem sie sich über die genaue Zeit und den Ort der Sichtung nicht sicher war. "Ich war mir selbst nicht sicher und dachte, dass mir darum auch niemand sonst glauben würde", sagte sie.

GPS-Daten stimmen überein

Nachdem Tee vergangene Woche einen Bericht über die anhaltende Suche nach Flug MH370 sah, begann sie noch einmal, sich die GPS-Aufzeichnungen ihrer Überfahrt anzusehen. Ihr Mann postete die Navigationsdaten in einem Segler-Forum, woraufhin ein anderer Nutzer eine Karte erstellte, in der er die GPS-Daten des Segelturns mit den möglichen Flugrouten der Maschine verglich. Und die ergab, dass sich die Segler in der besagten Nacht genau unter einer der errechneten Routen befanden, die sich genau mit der von Katherine Tee beobachteten Richtung des ominösen Flugzeugs deckt.

"Das überzeugte mich und ich beschloss, den Behörden unsere gesamten Navigationsdaten zur Verfügung zu stellen", berichtete Tee. Sie habe keine Ahnung, ob ihre Angaben bei der Suche helfen würden. Sie fühle sich aber sehr schlecht, weil sie sich selbst nicht vertraut und die Begebenheit deshalb nicht schon früher gemeldet habe.

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