Sechzig & kein bisschen leise

Rock ohne Ende: Die Stones kommen!

Sechzig & kein bisschen leise

Alles über das Konzert am 14. Juli im Happel-Stadion. Und: Udo Jürgens über Rock und Rente. Reife Kollegen zum ‚Wunder Stones‘: ‚Wir Alten sind eben härter.‘

Die Polizei marschierte in Hundertschaften auf. Hinter der Bühne lauerte die Feuerwehr mit Wasserwerfern, um die enthemmte Anhängerschaft „in den abenteuerlichsten Gewandungen“ (Austria Presse Agentur) in Schach zu halten. Nicht einmal der Name des Empörungsanlasses wollte dem APA-Redakteur aus der Schreibmaschine. Er meldete spitz: Die „Rollenden Steine“ seien los und würden am 19. September 1965 in der Wiener Stadthalle Unaussprechliches verrichten. Heute herrscht nach wie vor Angst, wenn sich Mick Jagger, 62, Keith Richards, 62, Ron Wood, 59, und Charlie Watts, 65, angesagt haben. In Panik geraten allerdings die Veranstalter, und es geht lang nicht mehr um zerlegte Fürstensuiten und pulverisiertes Bühneninventar. Vielmehr weiß man man nie, ob der schlimme Rücken mitmacht. Ob also die dienstälteste amtierende Rockband auch wirklich zum Termin erscheint. Insofern dürfen wir uns vorerst als privilegiert betrachten: Das Konzert der „Bigger Bang“-Tournee im Wiener Ernst-Happel-Stadion dürfte nach Verschiebung am
14. Juli ungefährdet sein, bestätigt Veranstalter „Rock and More“. Karten in fast allen Kategorien sind noch verfügbar. Auch insofern haben sich die Zeiten geändert.

Wer hat die Kokosnuss geklaut? Fünfzehn Konzerte in Europa mussten verschoben werden, einige wurden gleich ganz abgesagt, wie das vom 27. Mai in Barcelona, mit dem die Tour starten sollte: Richards hatte Ende April während seines Urlaubs eine Palme erklommen, um einer Kokosnuss habhaft zu werden, war abgestürzt und hatte sich schwere, aber folgenlose Schädelverletzungen zugezogen. Nun preist er per Videobotschaft (www.keithrichards.com) seinen steinernen Schädel: „Alles ist cool. Meine Gitarre ist gestimmt. Es war schlimm. Aber ich bin darüber hinweggekommen. I am ready to rock.“ Barcelona, Brünn, Frankfurt/ Main, Leipzig und Nürnberg mussten freilich dran glauben: Für sie blieben keine Ersatztermine. Eine zweite Alarmmeldung erwies sich als aufgebauschte Tagesroutine: Band-Benjamin Ron Wood, 59, müsse in London eine Drogenentziehungskur absolvieren. Die Entwarnung kam umgehend: Dergleichen zähle zum Fitnessprogramm der Profis vor anstrengenden Tourneen.

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