Schwingen von

Der Schwingerkönig

Landwirt Matthias Sempach krönt sich bei Schweizer Traditions-Ringen zum König

Matthias Sempach, Schwingerkönig © Bild: APA/EPA/Lehmann

Die Schweiz hat einen neuen König: Der Landwirt Matthias Sempach (27) aus dem Emmental setzte sich im "Schlussgang" (Endkampf) beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf (Kanton Bern) durch. Er darf nun für drei Jahre den Kranz des Schwinger-Königs tragen. Das Schwingen - eine traditionelle Abart des Ringens - gilt als Nationalsport der Schweiz und erfreut sich seit Jahren wieder wachsender Popularität.

In der Arena von Burgdorf brach Riesenjubel los, als der 1,94 Meter große und 109 Kilogramm wiegende Sempach seinen noch vier Zentimeter größeren und 33 Kilogramm schwereren Gegner mit einem enormen Schwung auf den Rücken warf. Der unterlegene Christian Stucki erwies sich - ganz in der Tradition des Schwing-Sports - als guter Verlierer: Er küsste seinem Berner Klubkameraden zu kräftigem gegenseitigem Schulterklopfen auf den Kopf.

Mehr als 250 000 Besucher waren zum Schwingfest gekommen, Hunderttausende Schweizer verfolgten das Finale am Fernseher. Der Hauptgewinn für den Schwingerkönig ist wie stets der "Siegermuni", ein prächtiger Stier. Auch die Preise für die anderen Schwinger des Turniers sind Naturalien oder Sachwerte, von Kuhglocken bis zu Smartphones. Durch Werbeverträge sollen es Spitzenschwinger aber durchaus schon mal zum Millionär bringen können.

Schwingen, 2013
© APA/EPA/Schneider Schwingen wird traditionell auf Sägemehl ausgeübt. Es existieren keine Gewichtsklassen.

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