Schwimmende Zellen für Asylwerber? Griechenland erwägt Gefängnisschiff-Einsatz

Nach niederländischem Vorbild - Maßnahmen geprüft Weitere Maßnahme: Bau des kritisierten Grenzzaunes

Griechenland erwägt den Einsatz schwimmender Gefängnisse zur Internierung von Asylwerbern. Die Anmietung solcher Lager für illegal Eingewanderte werde im Zusammenhang mit weiteren Maßnahmen geprüft, sagte der Minister für öffentliche Ordnung, Christos Papoutsis, in Athen. Dabei müssten aber auch Probleme bedacht werden wie die hohen Kosten für den Transfer eines solchen Schiffs und die Frage, unter welchen Bedingungen es wo andocken könnte.

Zu den weiteren Maßnahmen gehört vermutlich der Bau eines Zauns entlang eines Teils der Grenze zur Türkei sowie die Nutzung alter Einrichtungen der Streitkräfte als Internierungslager. Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International nutzen die Niederlande seit 2007 schwimmende Lager.

Schiffe aus Holland?
Zu einem Zeitungsbericht, wonach griechische Beamte in Kürze in den Niederlanden die Möglichkeit einer Übersendung von Gefängnisschiffen nach Griechenland erörtern wollen, nahm die Regierung in Athen nicht Stellung. Ihren Angaben zufolge gelangten 2010 insgesamt 128.000 Flüchtlinge illegal nach Griechenland. Dies wäre die höchste Zahl in der EU.

(apa/red)

Kommentare

Illegale Einwanderer Schwachköpfe wo man hinschaut. Anstatt der Flüchtlingstrom (und damit das Schlepperwesen) zu unterbinden (und wenn nötig mit einem Zaun) überlegt man wie man EU Steuergeld in Gefängnis-Schiffe buttert.
Und was will man dann mit diesen Menschen machen ?
Es gibt nur eine Lösung: die Staatengemeinschaft hat dafür zu sorgen, dass die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den Ländern aus denen die Menschen flüchten auf eine Niveau gebracht werden, die eine Flucht nicht mehr sinnvoll macht. Bis dahin müssen notfalls Zäune dafür sorgen sonst werden wir alle überrannt.

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