Schwimmen: Sextett vertritt Österreichs Farben bei der Kurzbahn-EM in Helsinki

Mirna Jukic, Rogan und Nadarajah nicht am Start Dinko Jukic in Top-Form - Spiessberger überrascht

Ein Sextett wird Österreichs Farben bei den Kurzbahn-Schwimm-Europameisterschaften vom 7. bis 10. Dezember in Helsinki vertreten. Die durch Dominik Koll, David Brandl, Dominik Dür und Jördis Steinegger gebildete oberösterreichische Truppe wird durch die Wiener Nina Dittrich und Dinko Jukic ergänzt. Dessen Schwester Mirna Jukic verzichtet auf ein Antreten in Finnland, wie davor schon Markus Rogan, Fabienne Nadarajah und Birgit Koschischek.

Mirna Jukic hatte beim Ströck-Qualifying im Wiener Stadthallenbad etliche Male EM-Normen unterboten, die 20-Jährige hat für ihr Comeback nach überstandenem Pfeiffer'schen Drüsenfieber aber harte Maßstäbe angesetzt. "Nur bei einer guten Medaillenchance wäre ein EM-Start sinnvoll gewesen. Das war aber nicht sicher", sagte die Wienerin. Sie machte sich die Entscheidung nicht leicht, sprach sich mit Trainervater Zeljko Jukic ab.

Die Ex-Europameisterin arbeitet nun auf die Langbahn-WM im März in Melbourne hin, dafür möchte sie sich Mitte Dezember in Marburg wie auch ihr Bruder qualifizieren. Der 17-jährige Dinko legte am Sonntag bei seinem Sieg über 200 m Delfin ein Super-Rennen hin, in 1:58,12 Minuten verbesserte er den österreichischen Rekord von Michael Windisch vom 24. März 2001 um 9/10. Seine Bestmarke drückte der Junioren-Weltmeister um gleich 2,23 Sekunden.

"Ich wollte den Rekord verbessern und habe mir das Rennen sehr gut eingeteilt", erklärte Jukic nachher. Zeljko Jukic traut seinem Sohn für die EM noch eine weitere Steigerung zu. Die zweite Überraschung des Tages lieferte Theresa Spiessberger ebenfalls über 200 m Delfin. Die 16-jährige Oberösterreicherin steigerte sich gleich um etwa sechs Sekunden (!), die Zukunftshoffnung verpasste das EM-Limit völlig unerwartet um nur 36/100.

Da hatte man anderen mehr EM-Chancen eingeräumt. Doch der durch eine Schulterblessur gehandicapte Stefan Wipplinger, Maxim Podoprigora durch einen Frühstart und Thomas Narnhofer jeweils im Brust-Sprint sowie Oliver Schmich über 100 m Lagen blieben über den Normen. Über 400 m Kraul gab es oberösterreichische Siege mit EM-Limit-Bestätigung, wobei Jördis Steinegger in persönlicher Bestzeit gewann. Bei den Herren war Dominik Koll vorne.

(apa/red)