Schwimm-EM von

Rogan wieder vor Jukic

Über 400 m Lagen auf Rang vier bzw. sechs. Deutlicher Rückstand auf Bronze.

Schwimm-EM - Rogan wieder vor Jukic © Bild: GEPA/Hauer

Eine zweite Medaille nach Silber über 200 m Lagen wurde es nicht. Dass er als Vierter auch auf der 400-m-Lagen-Strecke vor Dinko Junkic (Platz sechs) blieb, wird Markus Rogan wohl trotzdem freuen.

Rogan fehlten in seiner persönlichen Bestzeit von 4:05,81 Minuten 1,32 Sekunden auf das Bronze des Israeli Gal Nevo. Jukic schlug in 4:07,22 an. Es siegte der Ungar Laszlo Cseh in 4:01,68 vor seinem Landsmann David Verraszto in 4:03,03.

"Das ist meine fünfte Bestzeit in 33 Tagen", meinte Rogan überhaupt nicht unzufrieden über "Blech". "Ich weiß nicht, ob ich das schon jemals gehabt habe." Im Grunde waren es 35 Tage, aber das macht keinen Unterschied. Anfang November war Rogans Topmarke über diese Strecke noch eine 4:12 gewesen, davon knabberte er nach und nach Sekunde um Sekunde ab. Zuletzt war Rogan beim Tokio-Weltcup auf 4:06,84 gekommen. "Platz vier ist daher schon okay, für Olympia muss ich aber noch trainieren."

Nach dem Start hinten
Zu Beginn des Rennens war der 29-Jährige traditionell bei Lagenrennen zurückgelegen. Als Achter ging er aus der Delfinlage heraus, auf den da zweitplatzierten Jukic hatte er schon einen Rückstand von 1,77 Sekunden aufgerissen. Schon nach der Rückenlage war Rogan aber Vierter, doch noch immer 1,35 hinter dem da drittplatzierten Jukic. Auf der Brustlage allerdings avancierte Rogan zu der ersten OSV-Medaillenhoffnung, 1,1 Sekunden lag er vor dem Kraul-Teil unmittelbar vor seinem Landsmann auf Rang vier.

Doch hinter den in 4:01,68 bzw. 4:03,03 anschlagenden Cseh und Verraszto hatte der Israeli Gal Nevo wie schon über 200 m Lagen am Vortag die größeren Reserven. Er sicherte sich in 4:04,49 Bronze. Platz fünf verpasste Jukic schließlich um 5/100 Sekunden. "2:07 ist okay, eine Durchschnittsleistung", sagte der 22-Jährige. "Ich muss noch viel mehr an meiner Brustlage arbeiten." Cseh holte übrigens in Stettin sein zweites 200-m/400-m-Double nach 2007 in Debrecen sowie inklusive Langbahn sein schon 19. EM-Titel.

Rogan übertrumpft Jukic
Aus österreichischer Sicht auch interessant, dass das vor zwei Wochen beim Wiener Neustädter Ströck-Qualifying nicht zustande gekommene Duell von Rogan mit Jukic über 400 m Lagen nun mit der klar besseren Zeit Rogans geendet hat. Dabei ist der gerade ernsthaft auf diese Strecke gewechselt. Die bessere Marke in dieser Saison hat aber Jukic stehen, er war Anfang Oktober beim Dubai-Weltcup auf 4:05,65 gekommen. "Mit ein bisschen Kurzbahn-Training jetzt hätte ich diese Leistung auch jetzt erbracht", meinte er.

Nadarajah wird Neunte
Im Finale über 50 m Delfin wurde Fabienne Nadarajah in 26,49 Sekunden Neunte. Es war die sechste Teilnahme der 26-Jährigen an einem Delfinsprint-EM-Endlauf. 2003, 2004 und 2005 hatte sie dabei Bronze geholt. Der Titel ging in 24,92 Sekunden an die Dänin Jeanette Ottesen.

Überaus starke Leistungen hatten davor die Kärntnerinnen Lisa Zaiser und Uschi Halbreiner mit den Finaleinzügen über 100 m Lagen hingelegt. Die 17-jährige Zaiser drückte ihre zwei Wochen davor beim Ströck-Qualifying fixierte nationale Bestmarke als Semifinal-Siebente um 43/100 auf 1:00,79 Minuten. Die 20-jährige Halbreiner verbesserte ihre von 2009 stammende alte Topmarke als Neunte um 56/100 auf 1:01,23, blieb unter der bisherigen OSV-Bestzeit.