Schwieriges "L" mit unangenehmen Folgen:
Japaner landeten in Nahost-Krisengebiet

Touristen konnten Reiseziel nicht richtig aussprechen Ofra statt Afula: Unruhige Nacht in radikaler Hochburg

Schwieriges "L" mit unangenehmen Folgen:
Japaner landeten in Nahost-Krisengebiet

15 japanische Touristen mussten wider Willen eine Nacht in einer israelischen Siedlung im Westjordanland verbringen, weil sie den Buchstaben "L" nicht aussprechen konnten. Die israelische Zeitung "Maariv" berichtete, die Reisegruppe habe einen Ausflug in die nordisraelische Stadt Afula vorgehabt. Weil sie das "L" jedoch wie ein "R" artikulierten, erhielten sie in der zentralen Busstation in Jerusalem versehentlich Karten für die Siedlung Ofra im nördlichen Westjordanland.

Als die Touristen in den späten Abendstunden am Eingang der streng bewachten Siedlung eintrafen, habe der verdutzte Wächter versucht, ihnen zu erklären, dass es in dem Krisengebiet kein "nahes Hotel" gebe. Die verirrten Japaner mussten daraufhin wohl oder übel in der Siedlung übernachten, die als eine der radikalen Hochburgen in den Palästinensergebieten gilt. Erst am nächsten Morgen seien sie wieder in einen Bus gestiegen, der sie endlich an ihr ursprüngliches Reiseziel brachte. (apa/red)