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Schwert-Attentat an Schule in
Schweden: Was war der Grund?

Ermittler gehen davon aus, dass Fremndenhass den Mann zur Bluttat getrieben hat

Schwert-Attentat an einer Schule in Schweden © Bild: APA/EPA/Adam Ihse

Ein Attentat versetzte das westschwedische Trollhättan gestern in Schockstarre: Ein maskierter, mit einem Schwert bewaffneter Mann stürmte ein einer Schule zugehöriges Café. Ein Lehrer und ein Schüler wurden dabei getötet. Mehrere verletzt. Der Täter selbst wurde von einer Polizeikugel niedergestreckt. Nun kristallisiert sich langsam heraus, was den Mann zu dieser schrecklichen Tat getrieben hat: Fremdenhass scheint das Motiv zu sein.

Der tödliche Schwertangriff an der schwedischen Schule war den Ermittlern zufolge ein rassistisches Verbrechen. "Es gibt drei klare Hinweise darauf", sagte ein Polizeisprecher am Freitag. "Erstens haben wir einige Dinge in der Wohnung des Täters gefunden. Außerdem hat er seine Opfer in der Schule bewusst ausgesucht."

Täter hinterließ Abschiedsbrief

Bei der Attacke im westschwedischen Trollhättan hatte der 21-Jährige am Donnerstag einen Lehrer-Assistenten und einen Schüler getötet sowie einen weiteren Lehrer und einen Schüler verletzt. Die Polizei erschoss ihn anschließend. Laut Medienberichten soll der Täter einen Abschiedsbrief hinterlassen haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatten alle Opfer einen Migrationshintergrund, sagte der Polizeisprecher. Auch die Kleidung des Täters gebe Hinweise auf das Motiv. Näher wollte er sich zunächst nicht äußern. Weil der Täter einen schwarzen Umhang und eine Maske trug, hatten die Schüler zuerst an einen Halloween-Scherz geglaubt, als er an ihrer Schule aufgetaucht war.

Schwert-Attentat an einer Schule in Schweden
© APA/EPA/Adam Ihse Trauer um die Opfer des Attentats

Der Helm des Mannes erinnerte Zeugen an eine Nazi-Uniform. In sozialen Netzwerken soll er Sympathie für Hitler und Nazi-Deutschland ausgedrückt haben. "Unsere Ermittlungen - Zeugenbefragungen und technische Untersuchung - gehen heute weiter", sagte der Sprecher.

Erstes Opfer als Held gefeiert

Nach Medienberichten vom Freitag fand die Polizei Messer im Auto des Täters. Er stach nach Angaben der Ermittler mit einem Schwert oder langen Messer und einem kleineren Messer zu.

Sein erstes Opfer, einen 1995 geborenen Lehrer-Assistenten, feierten schwedische Medien nach dem Mord als Held. Er habe die Schüler beschützen wollen, als der 21-Jährige vor ihnen mit seinem Schwert herumgefuchtelt habe. Der Mann starb noch am Tatort. Ein 1998 geborener dunkelhäutiger Schüler erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Verletzte auf dem Weg der Besserung

Die beiden Verletzten - ein 15 Jahre alter Schüler und ein 41-jähriger Lehrer - waren am Freitag noch im Krankenhaus. Dem Teenager gehe es besser, berichtete die Krankenhausverwaltung. Der Zustand des erwachsenen Mannes sei weiter ernst, aber stabil.

Nach der Tat erreichten die Ermittler in der Nacht zum Freitag mehrere Notrufe von Menschen in Westschweden, die sich durch maskierte und verkleidete Personen bedroht fühlten. Die Polizei mahnte jedoch wegen der bevorstehenden Halloween-Feiern zu Besonnenheit.

Kommentare

Oberon
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Der Helm, den der Attentäter auf hatte, erinnert tatsächlich an einen deutschen Stahlhelm, ansonsten sehe ich auf dem Foto - es ist vor der Tat entstanden - keine deutsche Uniform. Gestern gab's bereits einige Artikel und in einem ausländischen online-Medium war eine etwas andere Fassung zu lesen. Welche, möchte ich hier lieber nicht posten. Nur soviel - von einem Extrem ins Andere.

Nudlsupp melden

Und klar haben Sie wieder was anderes gelesen. Es wundert mich ja, daß diesmal nicht der Hinweis kommt, der Täter habe ausländische Nachbar, Klamotten oder Bekannt gehabt, denen man das dann wieder irgendwie in die Schuhe schieben kann. Sie achten doch sonst immer, auf solche Feinheiten. Ihr leidenschaftlicher, Sie wissen schon ...

Oberon
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Allerwertester Herr Nudlsupp! Selten ist mir ein so hasserfüllter Mensch wie Sie es sind begegnet. Sie sind hier konsequent auf Fehlersuche und Sie werden deswegen immer fündig, weil es Ihnen an sinnerfassendem Lesen erheblich mangelt.
Machen Sie nur weiter so, hier Feindseligkeiten zu verbreiten. Solange es NUR einheimische Österr. trifft, ist es ja ok. Ansonsten wird gelöscht. Fair? Nicht.....

Oberon
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... wirklich.
* Wenn Sie Probleme mit der Berichterstattung ausländischer Zeitungen haben, wenden Sie sich an diese und beschweren sich. Ich könnte Ihnen ja die Links der betreffenden Artikel schicken, muss IHNEN aber nichts beweisen.

gustigusti melden

Vorweg: diese Tat ist schrecklich und verabscheuungswürdig.
Nur: wen wundert's? Das werden wir in Zukunft noch viel, viel öfter lesen. Das ist eine Begleiterscheinung von Multikulti

steefi melden

Was sind den sie für ein Mensch???
Bitte was rechtfertigt an Multikulturell Morde von ewig gestrigen???
Zwischen ihren Zeilen liest man, dass sie das ja noch rechtfertigen.

gustigusti melden

Ganz im Gegenteil, meine Meinung nach ist das ist exakt der falsche Weg zu Handeln. Und wie ich bereits geschrieben habe rechtfertigt nichts Morde, daher verstehe ich auch die Frage nicht (außerdem was sind denn bitte "ewig Gestrige"?)

Nudlsupp melden

Eine gewissen Menschengruppe schaukelt sich schon selbst auf im Hass. Und wen es wundert? Jeden normal denkenden Menschen. Und ein Mord ist nicht das Ergebnis von Multi-Kulti, sondern das Resultat eines verbrecherischen Handelns.

gustigusti melden

Begleiterscheinung habe ich geschrieben, nicht Resultat. So wie der verrückte Norweger, oder die Einzell-Gehirn-Organismen in menschlicher Verkleidung, welche Lee Rigby damals getötet haben.

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