Schwerer Unfall mit LKW auf Westautobahn:
Wegen Aquaplaning ins Schleudern geraten

Fünf Personen auf A1 bei Altlengbach verletzt

Für erhebliche Behinderungen sorgten am Freitagnachmittag ein Lkw-Crash und daraus resultierende Folgeunfälle auf der Westautobahn (A1) bei Altlengbach (Bezirk St. Pölten). Beide Richtungsfahrbahnen waren betroffen. Nach Angaben der Sicherheitsdirektion wurden fünf Personen verletzt.

Ein mit zwei Personen - 31 und 41 Jahre alt - besetzter Lkw war auf der Richtungsfahrbahn Linz bei starkem Regen vermutlich wegen Aquaplanings ins Schleudern geraten und gegen die Mittelleitschiene geprallt. In weiterer Folge rammte das Fahrzeug das Dach eines nachkommenden Pkws, in dem ein 27-Jähriger und seine 22 Jahre alte Beifahrerin unterwegs waren, und stürzte um. Durch den Anprall des Lastwagens an die Leitschiene waren Teile der nach Angaben der Sicherheitsdirektion nur mangelhaft gesicherten Ladung - u.a. Werkzeuge und eine Schiebetruhe - auf die Richtungsfahrbahn Wien geschleudert worden.

Ein Metallgegenstand traf einen 40 Jahre alten Motorradfahrer am Kopf, nachdem er das Visier des Helmes durchschlagen hatte. Splitter fügten dem Zweiradlenker Schnittverletzungen an der Stirn und an den Wangen zu. In weiterer Folge rammte ein von einem 34-Jährigen gelenkter Pkw die Schiebetruhe.

Die Insassen des Lkw wurden unbestimmten Grades verletzt, ebenso der 27-Jährige und seine Beifahrerin in dem Pkw auf der Richtungsfahrbahn Linz. Sie wurden wie der Motorradlenker ins Landeskrankenhaus St. Pölten eingeliefert. Der Lenker des Autos, das die Schiebetruhe gerammt hatte, und seine Tochter blieben unversehrt.

Unfall durch alkoholisierten Lenker forderte einen Toten
Ein Todesopfer hat am Samstag in den Morgenstunden ein Verkehrsunfall auf der B303 im Bezirk Hollabrunn gefordert. Nach Angaben der Sicherheitsdirektion war ein alkoholisierter Niederländer (36) mit seinem Wagen in Göllersdorf gegen den Pkw eines 56 Jahre alten Mannes aus dem Bezirk Tulln geprallt.

Der Niederösterreicher wurde im Fahrzeug eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle. Der aus Amsterdam stammende Lenker des anderen Autos erlitt leichte Verletzungen.

Lenker verursacht innerhalb 20 Stunden zwei schwere Unfälle
Ein 26-jähriger Autolenker aus Grünburg (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich hat innerhalb von 20 Stunden mit ausgeborgten Autos zwei schwere Unfälle verursacht. Die Bilanz: Zwei Verletzte und vier demolierte Fahrzeuge. Das teilte die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich in einer Aussendung am Samstag mit.

Den ersten Unfall verursachte der 26-Jährige am Donnerstagabend in Sierning (Bezirk Steyr-Land). Mit einem ausgeborgten Auto fuhr er vermutlich viel zu schnell auf einen vor ihm fahrenden Wagen auf, der nach links abbiegen wollte. Am geliehenen Wagen entstand Totalschaden, am zweiten Fahrzeug entstand schwerer Sachschaden. Die beiden Lenker kamen unverletzt davon.

Da der junge Kirchdorfer beim Unfall seinen Führerschein nicht bei sich hatte, wurde er für Freitag auf die Polizeiinspektion Sierning bestellt. Um hinfahren zu können, borgte er sich wieder ein Auto aus. Auf dem Weg dorthin kam es zum nächsten Unfall. Weil der 26-Jährige vermutlich erneut zu schnell unterwegs war, geriet er - wieder in Sierning - ins Schleudern und prallte frontal in einen entgegenkommenden Pkw.

Dessen 59-jährige Lenkerin wurde dabei schwer verletzt, auch der 26-Jährige musste dieses Mal mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. An beiden Fahrzeugen entstand schwerer Sachschaden. Ein Alkotest verlief beide Male negativ. Der Kirchdorfer muss nun mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung rechnen, außerdem muss er möglicherweise seinen Führerschein abgeben.
(apa)