Schwerer Sturm löst Massenpanik aus: Vier Menschen sterben bei Unwetter in Budapest!

Nationalfeiertag: Hunderttausende bei Feuerwerk 320 Menschen verletzt: Einige Schiffe kollidiert

Schwerer Sturm löst Massenpanik aus: Vier Menschen sterben bei Unwetter in Budapest!

Ein schweres Unwetter hat in Budapest die Feiern zum Nationalfeiertag überschattet und mindestens vier Menschen das Leben gekostet. 320 Personen wurden verletzt. Rund 1,5 Millionen Menschen verfolgten am Sonntag ein Feuerwerk und eine Flugschau am Donauufer, als der Sturm mit bis zu 120 Kilometern pro Stunde über die Stadt fegte. Unter den Verletzten sind nach Angaben der Behörden auch Dutzende ausländischer Touristen.

Von den Verletzten schwebt laut Budapests Bürgermeister Gabor Demszky keiner in Lebensgefahr. Ein 28-jähriger Mann und ein zwölfjähriges Mädchen wurden nach seinen Angaben von einem umstürzenden Baum erschlagen. Eine Frau erlag einem Herzinfarkt. 35 Kilometer flussabwärts fand die Polizei die Leiche einer 47-jährigen rumänischen Staatsbürgerin, deren Boot auf der Donau gekentert war. Ihr Mann wurde am Montag noch vermisst.

Anders als in umliegenden Gebieten wurden die Feierlichkeiten zum Fest des Staatsgründers, König Stephan I. des Heiligen, in Budapest nicht abgesagt. Der ungarische Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany traf mit Behördenvertretern zusammen, um zu beraten, ob das Feuerwerk hätte abgesagt werden müssen.

Aus dem Amt des Ministerpräsidenten hieß es, das staatliche Meteorologische Zentrum (OMSZ) habe erst 80 Minuten bevor der Sturm die Stadt erreichte eine Warnung per E-Mail geschickt. "Der Krisenstab nahm diese Warnung erst gegen 23.30 Uhr wahr, lange, nachdem der Sturm schon vorüber war", sagte ein Sprecher. (apa/red)