Schwerer Lkw-Brand im Tauerntunnel:
Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun

Keine Verletzten durch Unfall des Sattelschleppers Tunnel musste für längere Zeit gesperrt bleiben

Schwerer Lkw-Brand im Tauerntunnel:
Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun © Bild: APA/FF Zederhaus

Nach dem Brand eines Sattelschleppers muss der Tauerntunnel auf der A10 noch für längere Zeit gesperrt bleiben. Das teilte Asfinag-Sprecherin Anita Oberholzer mit. Gegen 15.30 Uhr konnten die Feuerwehr "Brand aus" melden. Die Bergung des Sattelschleppers werde mindestens vier bis fünf Stunden dauern. Anschließend müsste der Tunnel von Technikern und Statikern auf Schäden untersucht und gereinigt werden, sagte Oberholzer.

Wie lange die Sperre dauern wird, konnte die Sprecherin nicht sagen. Man könne die Schäden im Tunnel noch nicht abschätzen. Klar sei derzeit nur, dass es Kabelschäden gebe, weil ein Teil der Beleuchtung ausgefallen ist. Oberholzer rechnet damit, dass der Tunnel nicht vor Sonntag früh wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Die Umleitung erfolgt in Fahrtrichtung Villach beim Knoten Ennstal über die B 99. In Fahrtrichtung Salzburg wird der Verkehr bei Spittal/Drau ab- und auf die B 99 umgeleitet. Friedrich Schmidhuber, Leiter der Salzburger Verkehrspolizei, empfiehlt ein großräumiges Ausweichen über den Felbertauern oder die A1 und die A9.

Brandursache bisher unbekannt
Gegen 12.55 Uhr ein mit Lebensmitteln beladener Sattelzug aus Tschechien in Fahrtrichtung Salzburg aus unbekannter Ursache in Brand geraten. Daraufhin war der Tunnel sofort gesperrt und der nachfolgende Verkehr ausgeleitet worden. Bei dem Brand gab es keine Verletzten, auch der Lenker des Fahrzeugs konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Der Löscheinsatz sei über das Nordportal erfolgt, berichtete der Katastrophenreferent des Lungaus, Philipp Santner. In Richtung Süden habe es eine starke Rauchentwicklung gegeben, so dass die Einsatzkräfte nicht zum Brandherd vordringen konnten. Die Lüftungsanlagen hätten sehr gut funktioniert, sagte Santner. Der Brand war rasch unter Kontrolle und konnte gegen 15.30 Uhr vollständig gelöscht werden.

(apa/red)