Schwere Waldbrände im Westen Russlands: Schon knapp 4.250 Hektar Land vernichtet

Bisher insgesamt 420 Brandherde gemeldet Rauchgeruch zieht bis ins Nachbarland Finnland

Bei schweren Waldbränden im Nordwesten Russlands sind knapp 4.250 Hektar Land vernichtet worden. Zwischen St. Petersburg und Murmansk seien insgesamt 420 Brandherde gemeldet worden, davon sechs sehr große, teilte das Notstandsministerium der betroffenen Region am Dienstag mit. Mehr als 2.200 Feuerwehrmänner in 500 Einsatzfahrzeugen kämpften gegen die Flammen.

Außerdem seien etwa 15 Löschflugzeuge im Einsatz, hieß es. Regierungsangaben zufolge wurde bereits am 12. August der Notstand ausgerufen. Für die Nachbarländer Finnland und Norwegen, die beide rund 200 Kilometer vom nordwestrussischen Murmansk entfernt sind, besteht demnach aber bisher keine unmittelbare Gefahr.

Krankenhäuser im Südosten Finnlands allerdings registrieren nach Medienberichten seit einigen Tagen auffallend viele Patienten mit Atemwegs- und Herzproblemen, die angeblich auf die Rauchentwicklung bei den Waldbränden auf der anderen Seite der Grenzen zurückzuführen sind. Das Krankenhaus in Kotka, 135 Kilometer östlich von Helsinki, etwa behandelte nach einem Bericht der finnischen Nachrichtenagentur STT am Wochenende doppelt so viele Menschen mit Herzbeschwerden wie normal.

Seit Montag war in der Hauptstadt Rauchgeruch festzustellen. Meteorologen registrierten dort am Dienstag eine vierfach erhöhte Schadstoffkonzentration in der Luft.

(apa/red)