Schwere Waldbrände in Spanien: Heftige Winde erschweren Kampf gegen die Feuer

Mehr als 5.000 Leute in Region Galicien im Einsatz

Schwere Waldbrände in Spanien: Heftige Winde erschweren Kampf gegen die Feuer

Anhaltend heftige Winde erschweren in der spanischen Region Galicien die Bekämpfung der verheerenden Waldbrände. Mehr als 5.000 Einsatzkräfte, darunter viele Soldaten, versuchen seit Tagen am Boden und mit Löschflugzeugen, die Feuer unter Kontrolle zu bringen. Dennoch ist keine Entwarnung in Sicht: In der nordwest-spanischen Region loderten am Mittwoch noch mehr als 110 Brände, knapp zwei Drittel von ihnen waren laut Regionalregierung außer Kontrolle.

Demnach sind binnen sechs Tagen bereits mehr als 10.000 Hektar Land ein Raub der Flammen geworden. Drei Menschen sind in den Feuern gestorben.

Die Mehrzahl der Brände ist nach Behördenangaben von Feuerteufeln gelegt worden. Bereits sechs Verdächtige wurden festgenommen. Der galicische Vizeregierungschef Anxo Quintana sprach von "Umwelt-Terroristen", denen das Handwerk gelegt werde. Die Verantwortlichen würden hinter Schloss und Riegel landen, kündigte Quintana an.

Im spanischen Fernsehen waren Hausbesitzer zu sehen, die inmitten dichter Rauchschwaden verzweifelt versuchten, mit Wasserkübeln und -schläuchen ihr Hab und Gut gegen die anrückende Flammenfront zu schützen. In den spanischen Medien werden angesichts des Ausmaßes der Brände bereits Parallelen zu der Umweltkatastrophe im Jahr 2002 gezogen, als vor der galicischen Küste der Öltanker "Prestige" unterging und eine Ölpest weite Teile der fischreichen Küste verseuchte. (apa/red)