Schwere Vorwürfe gegen Zugfahrer in L.A.: Haltesignal übersehen wegen SMS-Tippens?

Behörde glaubt an Fehlverhalten als Unglücksursache 26 Insassen starben bei Zusammenprall, 133 verletzt

Schwere Vorwürfe gegen Zugfahrer in L.A.: Haltesignal übersehen wegen SMS-Tippens? © Bild: AP/Vogel

Bei der Untersuchung des Zugunglücks in Los Angeles mit 26 Toten haben die Ermittler schwere Vorwürfe gegen den Fahrer des Vorortzuges erhoben. Eine Untersuchung der Nationalen Behörde für Transportsicherheit (NTSB) kam zu dem vorläufigen Schluss, dass der Fahrer ein rotes Haltesignal missachtete. Außerdem habe der Mann sein Fehlverhalten nicht der Kontrollzentrale mitgeteilt, mit der er in ständigem Funkkontakt gestanden habe. Die NTSB untersucht derzeit Medienberichte, nach denen der Fahrer ein SMS auf seinem Handy schrieb, als er die rote Ampel missachtete.

Am Freitag waren nahe Chatsworth, rund 50 Kilometer nordwestlich von Los Angeles, ein Personen- und ein Güterzug frontal zusammengestoßen. Dabei starben nach neuesten Krankenhausangaben 26 Menschen, 133 wurden verletzt. Am Montag wurde der Verkehr auf einem Teil der betroffenen Vorortstrecke wieder aufgenommen. Der Bürgermeister von Los Angeles, Antonio Villaraigosa, fuhr mit dem ersten Zug zwischen Chatsworth und dem Hauptbahnhof von Los Angeles mit, um die Bürger von der Sicherheit zu überzeugen. (apa/red)