Schwere Vorwürfe an hochrangigen US-Bischof: Junge Frau sexuell missbraucht?

Präsident der Bischofskonferenz weist Vorwurf zurück Diözese und Anwälte überprüfen Fall aus 60er Jahren

Der Präsident der Katholischen Bischofskonferenz in den USA wird beschuldigt, in den 60er Jahren ein Kind missbraucht zu haben. Bischof William Skylstad wies die Vorwürfe zurück. "Ich bin stets dem Gelöbnis zum Zölibat gefolgt, seit ich vor 47 Jahren zum Diakon geweiht wurde", erklärte der 72-Jährige in einer Stellungnahme seiner Diözese Spokane. Anwälten zufolge hat eine Frau erklärt, zu dem Missbrauch sei es unter anderem an einer Universität gekommen, an der auch Skylstad weilte. Die Frau war damals jünger als 18 Jahre alt.

Die Vorwürfe kamen ans Licht, kurz bevor am Freitag eine Frist zur Einreichung einer formellen Schadensersatzforderung ablaufen sollte. Spokane ist eine der drei US-Diözesen, die nach Missbrauchsklagen vor dem Bankrott stehen. Im vergangenen Monat hat sie 75 Opfern priesterlicher Pädophilie insgesamt 45,75 Millionen Dollar (38,38 Mio Euro) angeboten.

Anwälte und die Diözese selbst kündigten an, die neuen Vorwürfe zu überprüfen. Der Vatikan sei informiert, hieß es in der Stellungnahme weiter. (apa/red)