Schwere Unwetter in der Steiermark & NÖ: Bahnstrecke bei Admont nach Mure blockiert

Regen, Hagel im Waldviertel: 15 Häuser unter Wasser <b>PLUS:</b> So wird das Wetter heute & in nächsten Tagen

Heftige Unwetter gab es Sonntagabend und in der Nacht auf Montag in der Ober- und Südsteiermark. Eine nahe Admont abgegangene Mure blockierte die Eisenbahnstrecke zwischen Admont und dem Selzthal. Im Bezirk Leoben waren zwei Nebenstraßen nach Murenabgängen vorübergehend unpassierbar. Steine und Schwemmholz verlegten die Bahnstrecke zwischen Admont und Selzthal. Auch im Waldviertel sorgten Regen und Hagel für Überschwemmungen.

Auch aus anderen Regionen der Steiermark wurden Unwetterschäden gemeldet. So machte eine Serie von kleineren Muren im Bezirk Leoben die Krumpentalerstraße und den Schilcherweg unpassierbar. Das Bankett der Fahrbahnen war nach Mitteilung der Polizei teilweise bis zu einem halben Meter tief ausgeschwemmt worden. Die Räumungsarbeiten konnten aber noch Sonntagabend abgeschlossen und die Straßen wieder freigegeben werden.

Unwetter mit Regen und Hagel im Waldviertel
Ein lokales Unwetter mit Regen und Hagel hat am Sonntagnachmittag die Gemeinde Harmanschlag (Bezirk Gmünd) getroffen. Nach Angaben der Sicherheitsdirektion trat der Althüttenbach über die Ufer, worauf 15 Häuser überschwemmt wurden.

Durch das Unwetter entstand beträchtlicher Sachschaden. Die Feuerwehr rückte mit 72 Mann aus. Die Helfer mussten Keller auspumpen und Aufräumungsarbeiten durchführen.

"Aldis" registrierte so viele Blitze wie noch nie
Heiß, heißer, am heißesten: Die Beobachtungsstelle "Aldis" registrierte heuer - bis inklusive Sonntag - schon mehr Blitze als jedem der vergangenen 14 Jahren ihres Bestehens. 223.208 Blitze wies die Statistik für das laufende Jahr am Montag aus, im bisherigen Rekordjahr 1993 waren es insgesamt 222.369, zehn Jahre danach 211.755.

In den übrigen Jahren wurde die 200.000er-Marke nie überschritten. Die wenigsten Blitze wurden 1999 registriert, damals waren es 100.182. "Aldis" misst nur die elektromagnetischen Impulse von Blitzen, die in den Boden einschlagen, nicht jedoch jene, die von Wolke zu Wolke gehen. Diese machen nach Angaben der "Aldis"-Experten bis zum Fünffachen der auf dem Boden auftretenden Menge aus.

Mehr als die Hälfte der diesjährigen Rekordzahl wurde in der zweiten Juni-Hälfte registriert. Im Bundesländer-Vergleich lag die Steiermark mit 58.975 Blitzen weit voran, an zweiter Stelle rangierte Niederösterreich mit 42.200 Blitzen gefolgt von Kärnten mit 31.101. Das Schlusslicht bildet naturgemäß Wien als flächenmäßig kleinstes Bundesland mit 287 Blitzen. Das nach der Bundeshauptstadt kleinste Bundesland, Vorarlberg, lag mit 2.469 Blitzen an vorletzter Stelle, für das unwesentlich größere Burgenland wies die "Aldis"-Statistik 7.163 "Treffer" bis inklusive Sonntag aus.
(apa)