Schwere Unwetter wüten auf Ferieninsel Madeira: 42 Menschen bereits umgekommen

Überschwemmungen und Erdrutsche im Süden BILDER: Brücken & Häuser zerstört, viele Verletzte

Schwere Unwetter wüten auf Ferieninsel Madeira: 42 Menschen bereits umgekommen © Bild: Reuters/Sa

Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen auf der portugiesischen Touristeninsel Madeira sind mindestens 42 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern befindet sich auch ein Brite. "Wir hoffen, dass die Zahl nicht weiter steigt, aber angesichts des Ausmaßes der Überflutungen wird sie es wahrscheinlich", sagte der Sozialminister der Region, Francisco Ramos.

Mit schwerem Gerät wie Bulldozern suchten Helfer unter den Trümmerbergen nach weiteren Opfern. Nach heftigen Regenfällen hatten Wasser- und Schlammmassen Fahrzeuge weggespült, Brücken zum Einsturz gebracht und Straßen blockiert. Teile der Insel waren von der Außenwelt abgeschnitten. Rund 120 Menschen wurden verletzt, 300 mussten die Nacht in Notunterkünften verbringen.

Dorf von Außenwelt abgeschnitten
Das Dorf Curral das Freiras konnte noch nicht erreicht werden. Die Behörden hielten per Funk Kontakt zu den Einwohnern. "Wir wissen, dass es dort einige Opfer gibt, aber nicht viele. Details bekommen wir aber erst, wenn die Rettungskräfte sich im Tagesverlauf zu dem Ort durcharbeitet haben", sagte der stellvertretende Leiter des örtlichen Katastrophenschutzes Pedro Barbosa.

Ein Transportflugzeug der Armee sollte im Laufe des Tages mit Rettungskräften und Tauchern an Bord auf der Insel eintreffen. Auch eine Fregatte der Marine wurde in die Region entsandt. Portugals Ministerpräsident Jose Socrates war nach Madeira gereist. Er versprach der Regionalregierung "alle Hilfe, die in dieser ernsten Lage notwendig ist." Meteorologen erwarteten für die nächsten Tage eine Beruhigung der Wetterlage. Weitere heftige Regenfälle werden nicht erwartet. Madeira ist rund 1000 Kilometer von Portugals Hauptstadt Lissabon entfernt.

(apa/red)