Schwere Schlappe für deutsche Ruderer: Erstmals seit Spielen von 1956 ohne Gold

Frauen-Doppelvierer: 1. Ruder-Olympiasieg für China

Schwere Schlappe für deutsche Ruderer: Erstmals seit Spielen von 1956 ohne Gold

Eine schwere Niederlage hat das deutsche Ruderteam bei den Olympischen Bewerben in Peking bezogen. Die Deutschen blieben erstmals seit Olympia 1956 in Melbourne ohne Goldmedaille. Die chinesischen Gastgeber sicherten sich dafür im Shunyi-Park von Peking ihren ersten Olympiasieg im Rudern. Die Rumänin Georgeta Andrunache verpasste es im Achter, sich zur erfolgreichsten Rudererin der Olympia-Geschichte aufzuschwingen. Dies wäre sie mit Gold geworden, es reichte aber nur zu Bronze.

Im Doppelvierer der Frauen beendete Gastgeber China die Siegesserie der Deutschen, die seit der Einführung dieser Bootsklasse ins olympische Programm 1988 in Seoul immer den Olympiasieg geholt hatten. Tang Bin, Jin Ziwei, Xi Aihua und Zhang Yangyang fingen Weltmeister Großbritannien kurz vor dem Ziel ab und sicherten ihrem Land die erste olympische Ruder-Goldmedaille. Bronze holten sich die geschlagenen Deutschen. Bei den Männern siegten die Polen mit einer Bootslänge Vorsprung auf Italien und Frankreich.

Zac Purchase/Mark Hunter aus Großbritannien sicherten sich im Leichtgewichts-Doppelzweier der Männer Gold vor dem griechischen Duo, für Weltmeister Dänemark blieb nur Bronze. Bei den Frauen überholten Kirsten van der Kolk/Marit van Eupen nach einem schwachen Start das gesamte Feld und gewannen vor Finnland. Kanada sicherte sich in einem Fotofinish gegen Deutschland den dritten Platz.

Dänischer LG-Vierer wieder erfolgreich
Der dänische LG-Vierer ohne Steuermann verteidigte seine Goldmedaille von Athen 2004 und verwies im Endlauf bei seinem Start-Ziel-Sieg die Crew aus Polen auf den zweiten sowie Kanada auf den dritten Platz. Weltmeister Großbritannien landete nur auf Rang fünf. Die vier Dänen standen nach ihrem Lauf im Boot auf, um ihren Fans auf den Tribünen zu applaudieren.

Im Achter-Endlauf der Frauen triumphierte Weltmeister USA. Dahinter setzten sich die Niederlande knapp gegen Rumänien durch, das 2000 in Sydney und 2004 in Athen gesiegt hatte. Die Rumänin Andrunache ärgerte sich über den verpassten Sieg wohl am meisten: Es wäre ihre insgesamt sechste Goldmedaille gewesen, die sie zur erfolgreichsten Olympia-Ruderin gemacht hätte. Der Olympiasieg im Herren-Achter ging an die Kanadier, sie verwiesen Großbritannien und die USA auf die restlichen Medaillenränge. Österreich war erstmals seit Berlin 1936 nicht bei den olympischen Ruderbewerben vertreten.

(apa/red)