Schwere Kämpfe nicht in Einsatzgebiet: Darabos verteidigt erneut Tschad-Mission

Verteidigungsminister sieht nur mittelhohes Risiko Er übernehme 'volle Verantwortung' für den Einsatz

Schwere Kämpfe nicht in Einsatzgebiet: Darabos verteidigt erneut Tschad-Mission

Verteidigungsminister Darabos hat die umstrittene Beteiligung Österreichs an der EU-Mission im Tschad vor dem Ministerrat erneut verteidigt. Die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen seien vom Einsatzgebiet der österreichischen Soldaten weit entfernt. Das Risiko sei mittelhoch und der Einsatz gerechtfertigt, bekräftigte Darabos einmal mehr seine Position.

Zur Verdeutlichung seiner Argumente hatte der Verteidigungsminister sogar eine Landkarte des Tschad mit in die Regierungssitzung genommen. Trotz dieser Orientierungshilfe unterlief dem Verteidigungsminister selbst ein Fehler: Er sprach von Truppen im Irak, korrigierte seinen Lapsus aber schnell.

Österreich als EU-Ausreißer
Darabos verwies einmal mehr auf das UNO-Mandat für die Mission sowie den Beschluss der Europäischen Union. Man bewertet täglich die Lage, so Darabos, der die "volle Verantwortung" für den Bundesheereinsatz übernimmt. Der Minister meinte zudem, dass die Diskussion um die EU-Mission in den anderen europäischen Ländern völlig konträr zu jener in Österreich verlaufe. (APA/red)