Schwere Herbstlohnrunde erwartet: KV-
Verhandlungsstart für Handelsangestellte

Arbeitsrechtliche Verbesserungen für Angestellte Arbeitnehmervertretung will 1.300 Euro Mindestlohn

Schwere Herbstlohnrunde erwartet: KV-
Verhandlungsstart für Handelsangestellte © Bild: APA/DPA/Schutt

Am 19. Oktober starten die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 450.000 Handelsangestellten. Der Chefverhandler auf Arbeitnehmerseite, Georg Brantner, erwartet heuer "sehr schwierige Verhandlungen". Schon unterm Jahr habe sich die Kommunikation mit den Sozialpartnern auf ein Mindestmaß reduziert, Gespräche seien an "Terminproblemen" gescheitert.

Die GPA steigt nicht nur mit einer Gehaltsforderung von 1.300 Euro brutto Mindestlohn in den Ring, sondern auch mit arbeitsrechtlichen Forderungen wie einem Lehrlingspaket, bezahlter Bildungsfreistellung im Ausmaß einer Woche sowie der fairen und pünktlichen Abgeltung von Mehr- und Überstunden sowie von Vor- und Nacharbeitszeiten.

Derzeit verdienen die Beschäftigten im Schnitt 1.263 bis 1.266 Euro, 40 bis 50 Prozent liegen noch unter der 1.300-Euro-Marke, kritisierte Manfred Wolf, der die Verhandlungen heuer an der Seite von Brantner führen wird. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten ist der heimische Handel die größte Branche, der Frauenanteil ist besonders hoch.

Frauen benachteiligt
"Ich bin es leid, die vielen Sonntagsreden zu hören, dass die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen nach wie vor sehr hoch ist und man was dagegen tun muss. Wenn wir nichts tun, wird sich nie was ändern", meinte GPA-Chef Wolfgang Katzian. Laut Berechnungen der Gewerkschaft verdienen Männer im Handel (inklusive Teilzeit) durchschnittlich 1.330 Euro netto, Frauen dagegen nur 980 Euro. Teilzeitbeschäftigte Frauen würden sogar nur 770 Euro im Monat bekommen.

Wolf rechnet damit, dass man alle bis Mitte November anberaumten Verhandlungstermine brauchen werde. Vor Beginn des Weihnachtsgeschäft wolle man die Gespräche aber zum Abschluss bringen.

(apa/red)

Kommentare

lohnverhandlungen und was kommt dabei raus?
das die schere wieder größer wird zwischen arm und reich.
es wird nicht mehr lange dauern bis es bei uns und in der eu zu krawallen kommt.

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