Schwere Anschlagserie in Indien: Mind. 35 Menschen sterben - darunter viele Kinder!

Explosionen bei Moschee und auf Moslem-Friedhof Singh hatte auf erhöhte Terrorgefahr hingewiesen

Bei einer Serie von Anschlägen im Westen Indiens sind Medienberichten zufolge mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen, darunter viele Kinder. Etwa 50 Personen seien bei den drei Explosionen in der 260 Kilometer von Bombay entfernten Stadt Malegaon im Bundesstaat Maharashtra verletzt worden, sagte ein Behördenvertreter dem Fernsehsender "Times Now".

Ein Vertreter des Innenministeriums in Neu-Delhi sprach von 27 Toten und ebenso vielen Verletzten. Auf Fernsehbildern waren zahlreiche Menschen zu sehen, die in den Minuten nach den Explosionen in Panik durch die Straßen liefen. Verletzte wurden zur Seite gestoßen oder in Handkarren abtransportiert. Der Nachrichtensender CNN-IBN meldete, viele der Verletzten schwebten in Lebensgefahr.

Ein Sprengsatz detonierte der Polizei zufolge außerhalb einer Moschee, vor der sich Tausende Gläubige für das Freitagsgebet versammelt hatten. Zwei weitere Explosionen hätten sich auf einem moslemischen Friedhof ereignet.

In Malegaon wurden in der Vergangenheit mehrere religiös- motivierte Anschläge verübt. Das Innenministerium in Neu-Delhi schickte zusätzliche Einheiten der Bundespolizei in den Ort. Die Polizei verhängte eine Ausgangssperre. Erst im Juli waren bei Attentaten auf Züge in der Finanzmetropole Bombay (Mumbai) 186 Menschen getötet worden. (apa/red)