Schweizer in Thailand begnadigt: Wegen Majestätsbeleidigung zu 10 Jahren verurteilt

Aus Gefängnis gebracht und des Landes verwiesen Besprühte 5 Porträts des Königs mit schwarzer Farbe

Schweizer in Thailand begnadigt: Wegen Majestätsbeleidigung zu 10 Jahren verurteilt

Der in Thailand wegen Majestätsbeleidigung zu zehn Jahren Haft verurteilte Schweizer ist von König Bhumibol Adulyadej begnadigt worden. Dies bestätigten die Behörden in der Provinzstadt Chiang Mai, wo der 57-Jährige inhaftiert war. Der Eidgenosse sei aus dem Gefängnis weggebracht worden und werde nun des Landes verwiesen, sagte ein Polizeibeamter.

Der Mann war am 29. März zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er fünf Porträts des Königs mit schwarzer Farbe besprüht hatte. Laut einem Bericht der Schweizer Tageszeitung "Blick" erfuhr der Inhaftierte von seiner Begnadigung. Er wolle nun in die Schweiz zurück, sagte er dem Blatt.

Der König wird in Thailand wie ein Halbgott verehrt. Der 79-jährige Bhumibol (Rama IX.) ist der dienstälteste Monarch der Welt. Das südostasiatische Land hatte im vergangenen Jahr sein sechzigjähriges Thronjubiläum gefeiert.

(apa/red)