Schweiz-Wahlen von

Verluste für Schweizer Volkspartei

SVP bleibt stärkste Gruppierung - Gewinne für Sozialdemokraten und neue Parteien

Schweiz-Wahlen - Verluste für Schweizer Volkspartei © Bild: Reuters/Christian Hartmann

Bei den Parlamentswahlen in der Schweiz haben die Stimmberechtigten neue Parteien in der politischen Mitte gestärkt und den Höhenflug der rechtskonservativen SVP gestoppt, die aber weiter stärkste Kraft bleibt. Das geht aus ersten Hochrechnung des Schweizer Fernsehens hervor. Starke Zugewinne gab es für die neuen bürgerlichen Parteien GLP und BDP.

Die Schweizerische Volkspartei kommt nach der Nationalratswahl der Hochrechnung zufolge auf 55 Mandate in der 200-köpfigen Parlamentskammer, um sieben Mandate weniger als bisher. Damit ist der seit den 1990er Jahren andauernde Höhenflug der EU-kritischen und ausländerfeindlichen Partei beendet. Die Sozialdemokraten (SP) legten dagegen um einen Sitz auf 44 zu.

In Stimmen büßte die SVP von 28,9 auf 26,8 Prozent ein. Vor der Wahl hatte die rechtskonservative Partei das Knacken der 30-Prozent-Marke als Ziel ausgegeben. "Das Wahlziel wurde nicht erreicht", gab SVP-Chef Toni Brunner unmittelbar nach Veröffentlichung der Hochrechnungsergebnisse unumwunden zu.

Verlust für bürgerliche Parteien
Auch die beiden anderen bürgerlichen Regierungsparteien FDP (Freisinnige) und CVP (Christlich-demokratische Volkspartei) verloren, die FDP verlor vier Sitze auf 31, die CVP büßte drei Mandate auf 28 ein. Nutznießer sind die beiden neuen bürgerlichen Parteien GLP (Grünliberale) und BDP (Bürgerlich-demokratische Partei). Die GLP legte von drei auf zwölf Mandate zu, während die bisher nicht im Parlament vertretene BDP auf Anhieb neun Mandate erhielt. Großer Wahlverlierer sind die Grünen, die laut der Hochrechnung im neuen Nationalrat nur noch 13 Mandate haben werden (minus sieben).

Die Parlamentswahl ist von großer Bedeutung für die künftige Zusammensetzung der Schweizer Kollegialregierung, an der die größten Parteien des Landes entsprechend ihrer Stärke beteiligt sind. Derzeit stellen SP und FDP zwei Bundesräte, CVP, SVP und die von SVP-Dissidenten gegründete BDP je einen. Da die SVP wieder den Anspruch auf zwei Bundesräte angemeldet hat, wackelt ein Bundesrat der drei anderen bürgerlichen Parteien.

Kommentare

Soso... "rechtskonservative schweizerische Volkspartei"
Wenn man für die unverzügliche Ausschaffung von kriminellen Straftatenmigranten ist, die im Übrigen pro Jahr den arbeitenden Steuerzahler über eine Milliarde Franken kosten, dann ist man also nationalkonservativ. Hier wäre doch eher das simple Wort "vernünftig" angebracht anstatt "nationalkonservativ".

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