Fakten von

Schweinsteiger spielt
künftig angeblich für Chicago

Wechsel soll schon kommende Woche stattfinden

Der bei Manchester United zum Edelreservisten degradierte Bastian Schweinsteiger wechselt vorbehaltlich des Medizinchecks und des Erhalts eines Visums mit sofortiger Wirkung in die USA. Chicago Fire bestätigte am Dienstag den Transfer des deutschen Fußball-Weltmeisters, beim Club der Major League Soccer unterschrieb der 32-jährige Schweinsteiger einen Vertrag für ein Jahr.

Der viele Jahre beim FC Bayern München erfolgreiche Schweinsteiger steht seit Sommer 2015 bei Manchester United unter Vertrag. Bei den "Red Devils" kam er in dieser Saison unter Jose Mourinho allerdings nur zu vier Einsätzen, keiner davon in der Premier League. In einer Video-Botschaft an die Fans beurteilte Schweinsteiger seine weniger als zwei Jahre dauernde Zeit in England durchaus selbstkritisch.

"Ich wünschte, ich hätte mehr für euch tun können", erklärte Deutschlands 121-facher Internationaler: "Aber nun war es an der Zeit für mich, etwas zu ändern." Wie in den 70er-Jahren hat die US-Liga in jüngerer Vergangenheit zahlreiche Altstars verpflichtet, um ihren Ruf aufzupolieren. Aktuell spielen unter anderem Kaka (Orlando City), Andrea Pirlo oder David Villa (beide New York City) in den Staaten.

Chicago Fire gehörte zuletzt aber nicht zu den großen Nummern in der MLS. In den vergangenen vier Jahren verpasste der Club, der 1998 seinen bisher einzigen Meistertitel gewann, jeweils klar die Play-offs. In die neue Saison starteten sie mit je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage ebenfalls mäßig. Schweinsteigers Debüt könnte am 1. April gegen Montreal Impact steigen.

Fire-Trainer Veljko Paunovic freute sich auf seinen neuen Star. "In der Kabine wird er ein herausragendes Beispiel für einen Champion sein", sagte er. Ralph Hasenhüttl sah in seinem ehemaligen Mitspieler bei Bayern München II eine Bereicherung für die Liga. "Fit ist er ja wieder, das ist auch in Amerika nicht ganz unwichtig. Auch dort muss man laufen können. Und wenn man das kann, dann wird er sicherlich mit seiner Klasse nochmal für einige Highlights sorgen", meinte der Coach von RB Leipzig.

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