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Schweinepest-Fälle in Belgien alarmiert Nachbarstaaten

Deutsche Ernährungs- und Landwirtschaftsministerin: Nehme die Situation sehr ernst

Zwei Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Belgien haben die Landwirtschaftsministerien in den Nachbarländern Deutschland und Frankreich in Alarmbereitschaft versetzt. "Die neue Situation nehme ich sehr ernst", erklärte die deutsche Ministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU), am Donnerstag.

Ihr französischer Amtskollege Stephane Travert forderte einen Aktionsplan für die Grenzregionen zu Belgien. Wie das deutsche Landwirtschaftsministerium mitteilte, seien zwei Wildschweine, die etwa 60 Kilometer entfernt von der deutschen Grenzen tot aufgefunden wurden, mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert gewesen. Einen Fall in Deutschland habe es noch nicht gegeben. "Unsere Vorbereitungen für den Krisenfall laufen", erklärte Klöckner.

Das Ministerium rief Schweinehalter zur strikten Einhaltung von Hygieneverordnungen auf. Jäger wurden aufgefordert, verendet aufgefundene Wildschweine den jeweils zuständigen Behörden anzuzeigen.

Die ASP ist eine Infektion, die ursprünglich aus Afrika stammt. Das Virus überträgt sich über direkten Kontakt, kann aber auch über verseuchte Fleischwaren übertragen werden. Infizierte Schweine sterben in der Regel nach etwa einer Woche. Für Menschen ist das Virus nicht gefährlich. Landwirte fürchten bei einem Ausbruch in Deutschland jedoch Milliardenschäden.

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