Schweinegrippe erfasste am 27. April auch Europa: Virus griff von Mexiko auf Welt über

Weltweit forderte Grippe mehrere tausend Todesopfer In Österreich starben drei Menschen an Krankheit

Schweinegrippe erfasste am 27. April auch Europa: Virus griff von Mexiko auf Welt über © Bild: APA/DPA/Pleul

Die Schweinegrippe geht um: Von Mexiko aus verbreitete sich das H1N1-Virus Anfang 2009 über die ganze Welt. Am 27. April 2009 erfasste die Schweinegrippe-Welle auch Europa. Zu diesem Zeitpunkt stieg die Zahl der Grippetoten in Mexiko auf etwa 150 an. Nur einen Tag später wurden in Österreich die ersten Verdachtsfälle gemeldet. Bereits im Juni rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wegen der neuen Grippe die Pandemie-Warnstufe 6, also die höchste Pandemie-Warnstufe aus. Am 2. November forderte die Grippe ihr erstes Todesopfer in Österreich. Ein elfjähriges Mädchen erlag nach längerer Behandlung der Krankheit.

Seit Ausbruch der Krankheit im April bis Anfang November starben laut WHO mindestens 6.071 Menschen - mit fast 4.400 die meisten in Nord- und Südamerika.

Impfaktion gegen Schweinegrippe
Um die Pandemie einzudämmen wurden weltweit mehrere Impfstoffe entwickelt. Innerhalb der EU sind die beiden Impfstoffe "Focetria" (Novartis) und "Pandemrix" (GlaxoSmithKline - GSK) zugelassen. Am 27. Oktober lief in Österreich die Schweinegrippe-Impfung für das Gesundheitspersonal an. Am 9. November startete die Impfaktion gegen die Schweinegrippe für die restliche Bevölkerung. Hunderttausende Österreicher ließen sich in der Folge impfen.

Drei Todesfälle in Österreich
Insgesamt starben in Österreich drei Patienten am gefährlichen Virus. Nach dem Todesfall eines elfjährigen Mädchens am 2. November, fiel ein 26-jähriger Student mit angeborener Nierenkrankheit am 13. November der Krankheit zum Opfer. Am 20. November starb in Salzburg ein 41-jähriger Bayer an den Folgen der Infektion.

(apa/red)