Menschen von

Schweiger will "nichts
böse gemeint" haben

Nach seinem umstrittenen Facebook-Post gibt sich der Schauspieler unschuldig

Til Schweiger im Tatort © Bild: NDR/Gordon Timpen

Bei Nick Tschiller würde es das nicht geben: Til Schweiger verteidigt in einem Interview seinen Rundumschlag an die Adresse all jener, die seine jüngsten "Tatort"-Filme nicht so schätzen konnten wie der Hauptdarsteller selbst. "Ich habe überhaupt nichts böse gemeint", sagte er angesichts der massiven Kritik, die nach seinem skurrilen Facebook-Brief über den 52-Jährigen hereingebrochen war.

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Schweiger wehrte sich in der "Bild"-Zeitung auch gegen den Vorwurf, andere "Tatort"-Kommissare verspottet zu haben: "Aber über mich und meine Figur Nick Tschiller haben schon einige 'Tatort'-Kollegen ungefragt Quark erzählt. Ich persönlich habe noch nie über einen Kollegen Scheiße erzählt." Etwas Reue zeigte er darüber, dass er Kritiker als "Trottel" bezeichnet hatte: "Vielleicht hätte ich 'Trottel' durch 'ahnungslos' ersetzen können. Das wäre pietätvoller gewesen."

Schweiger hatte in der Nacht zum Montag bei Facebook eine Art Verehrerbrief an Christian Alvart bei Facebook veröffentlicht - den Regisseur der Hamburger "Tatort"-Folgen, in denen Schweiger mitspielt. Darin sagte er unter anderem: "... andere verschwenden das Budget für zwei moppelige Kommissare, die ne Currywurst verspeisen, oder ein Bier vor einem bayrischen Imbiss zocken."

Mit Aufregung über seine öffentlichen Kommentare kann Schweiger nach eigenen Angaben gut umgehen: "Das bin ich jetzt seit 20 Jahren gewöhnt", sagte er dem Blatt. "Wenn ich einen Baum pflanze, heißt es, er hat ein Loch in den Boden gemacht."

Zu gewalttätig

In Bezug auf die bescheidenen Quoten des Doppel-"Tatorts" zeigte sich Schweiger dann schon deutlich reflektierter. Zwar sah er in den Zuschauerzahlen keineswegs ein "Desaster", aber: "Gemessen an dem, was wir uns gewünscht haben und an unserer Erwartungshaltung, war die Einschaltquote eine ganz klare gelbe Karte." Als Grund dafür machte der 52-Jährige die "zu gewalttätigen" Anfänge der beiden Filme aus. Teil eins hatte mit einer Folterszene, Teil zwei mit einer Geiselnahme begonnen.

Man müsse akzeptieren, dass viele Menschen "keine Lust auf gewalttätige Filme" hätten. "Daraus muss man seine Lehren ziehen. Entweder machen wir auf Teufel komm raus so weiter, oder wir ändern was."

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