Schwedische Schüler bei PIRLS-Studie 2001
am besten: Pisa-Top-Länder sind nicht dabei

Warum schwedische Schüler so gut lesen können Alle teilnehmden Länder seit Beginn von PIRLS

Im Gegensatz zur internationalen Bildungsvergleichsstudie PISA wenig bekannt sind die Ergebnisse der zuletzt 2001 durchgeführten "Progress in International Reading Literacy Study" (PIRLS) unter Schülern der vierten Schulstufe, an der Österreich heuer zum ersten Mal teilnimmt. Ganz oben landeten vor fünf Jahren die Schüler aus Schweden, gefolgt von ihren Kollegen aus den Niederlanden, England und Bulgarien. Kleine Einschränkung für Vergleiche: Die Top-Lese-Länder bei PISA wie Finnland, Südkorea, Australien und Kanada nahmen an PIRLS nicht teil.

Schweden und England erzielten dabei die höchsten Werte beim "Lesen, um literarische Erfahrungen zu machen", Schweden, Niederlande und Bulgarien beim "Lesen zum Informationsgewinn". In allen Staaten erreichten die Mädchen höhere Punktzahlen als die Burschen.

Eltern als Lese-Vorbilder
Wenig überraschend: Schüler mit der positivsten Einstellung zum Lesen erreichten auch die höchsten Durchschnittsresultate. In jedem Land gab es einen positiven Zusammenhang zwischen Leseleistung und frühzeitigen Leseerfahrungen bereits vor der Schule. Schüler mit den besten Lesewerten hatten auch Eltern, die gerne lesen.

Teilnehmende Länder
2001 nahmen Bulgarien, Deutschland, England, Frankreich, Hongkong, Iran, Island, Israel, Italien, die beiden kanadischen Provinzen Ontario und Quebec, Kuwait, Lettland, Litauen, Marokko, Mazedonien, Moldawien, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Rumänien, Russland, Schottland, Schweden, Singapur, Slowenien, die Slowakei, Ungarn und die USA teil.

2006 kommen neben diesen Staaten noch Österreich noch Belgien, Dänemark, Georgien, Indonesien, die kanadischen Provinzen Alberta, British Columbia, Nova Scotia sowie Katar, Luxemburg, Polen, Spanien, Südafrika, Taiwan sowie Trinidad und Tobago dazu. (APA/red)