Schwedens Hoffnung heißt Ibrahimovic:
Nach Niederlage fehlt ein Punkt für Aufstieg

Schwedischer Inter-Starstürmer höchst torgefährlich Teamchef Lagerbäck kritisiert Schiedsrichter-Leistung

Schwedens Hoffnung heißt Ibrahimovic:
Nach Niederlage fehlt ein Punkt für Aufstieg © Bild: Reuters/Strong

Den Elchtest nicht bestanden! Die Schweden verloren am Samstag ihr zweites Spiel der Gruppe D gegen Spanien mit 1:2 und müssen nun am Mittwoch wiederum in Innsbruck im "Endspiel" gegen Russland antreten. Da genügt der Mannschaft von Trainer Lars Lagerbäck aber bereits ein Unentschieden, um ins Viertelfinale aufzusteigen, in dem die Niederländer warten würden. Die Hoffnung der Schweden für den Final-Countdown am Mittwoch hat einen Namen: Zlatan Ibrahimovic.

Eine Halbzeit konnte Schweden im ausverkauften Tivolistadion gegen die Spanier mithalten, sie gingen mit einem 1:1-Unentschieden in die Pause. Torres brachte die favorisierten Iberer zwar früh in Führung, aber der schwedische Superstürmer Zlatan Ibrahimovic glich in der 34. Minute aus.

Als der Stürmer im Dienste von Inter Mailand in der Halbzeit ausgewechselt wurde, war auch die Durchschlagskraft der Schweden erheblich geschwächt. Die Schweden boten ein Rückzugsgefecht und verloren in der Überspielzeit. Als der spanische Wunderstürmer David Villa das 2:1 für Spanien erzielte, saß mit Henrik Larsson auch der zweite skandinavische Sturmtank bereits auf der Bank.

'Ibra' wegen Knieproblemen ausgewechsel
"Ibrahimovic hatte Knieprobleme, deshalb wurde er ausgewechselt", begründete Schwedens Coach Lars Lagerbäck seine Pausenentscheidung. "Wir wollten einfach kein Risiko eingehen." Im alles entscheidendem Match gegen Russland soll der 26-Jährige Stürmer, der am Samstag in seinem 52. Länderspiel seinen 20. Treffer bejubeln konnte, jedoch wieder fit sein. "Das wird sich ausgehen. Ibrahimovic wird am Mittwoch spielen können", sagte sein Trainer.

Auch auf den schwedischen Langzeitstürmer Henrik Larsson baut Trainer Lagerbäck im Spiel gegen Russland. "Er hat sich müde gefühlt. Aber am Mittwoch wird er sicher wieder zurückkommen", hofft der schwedische Coach. Larsson, inzwischen 36 Jahre alt, konnte vor der Europameisterschaft zu einem Comeback im Nationalteam überredet werden. Und mit den beiden Stürmer-Stars sollte auch der Aufstieg ins Viertelfinale fixiert werden.

Lagerbäck kritisiert Schiedsrichter
Dabei sah es am Samstag gegen Spanien lange Zeit danach aus, dass Schweden sich den vierten Punkt in der Tabelle der Gruppe D holen könnte. Doch David Villas Treffer in der Nachspielzeit, nach einem Traumpass von Joan Capdevila zerstörte die skandinavischen Träume. Dementsprechend groß auch der Ärger bei Trainer Lars Lagerbäck.

"Das hatte mit Fair Play nichts zu tun", sagte der 59-Jähige auf der offiziellen Pressekonferenz. Besonders mit dem holländischen Schiedsrichter Pieter Vink ging Lagerbäck hart ins Gericht. "Es war zuvor ein Foul an Rosenberg, das hat er nicht gesehen. Anstatt Freistoß für uns, eröffnete diese Situation den Spaniern den Konter, der zum Siegestor führte."

Mit der Leistung seiner Elf in der ersten Halbzeit war der schwedische Trainer zufrieden, "aber in der zweiten Hälfte haben wir uns nur noch verteidigt. Wir haben fantastisch gefightet, wurden aber nicht belohnt." Immerhin ist Lagerbäck überzeugt, dass sein Team gegen die derzeit "beste Mannschaft der Welt" verloren hat.
(apa/red)

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