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Wiener Schwedenplatz wird grüner

Umsetzung der Neugestaltung in zwei Phasen - Gesamtkosten rund 20 Mio. Euro

PK "SIEGERPROJEKT SCHWEDENPLATZ NEU": FIGL/VASSILAKOU © Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

Mehr Grün in der Wiener Innenstadt: Das ist keine Kampfansage an die ÖVP, sondern die Devise beim Umbau des Schwedenplatzes. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) hat am Montag gemeinsam mit VP-Vorsteher Markus Figl das entsprechende Siegerprojekt präsentiert. Es soll in zwei Phasen bis etwa 2025 umgesetzt werden. Zunächst liegt der Schwerpunkt auf Aufräumen - sowie auf dem Ginkgo-Baum.

Der Schwedenplatz sei, so befand die Ressortchefin, derzeit eher ein Durchzugsort und kein ansprechender Platz: "Der Platz ist zerspragelt. Er ist im wahrsten Sinn des Wortes unaufgeräumt. Das werden wir jetzt ändern." Durch die Reduzierung von Aufbauten, Schanigärten und Kiosken soll der Bereich übersichtlicher werden. Auch neue nutzbare Grünflächen sollen den Aufenthalt am Schweden- bzw. Morzinplatz angenehmer gestalten.

Der Siegerentwurf des Münchner Planungsteams "realgrün Landschaftsarchitekten" sieht nicht nur zusätzlichen Rasen, sondern auch 160 neue Bäume vor - wobei vor allem Ginkgo-Exemplare gepflanzt werden. Insgesamt will man mehr als 3.300 Quadratmeter an nutzbaren Grünbereichen anbieten, wurde heute betont. Auch neue Sitzmöbel sollen zum Verweilen einladen.

Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou
© APA/HERBERT PFARRHOFER

Umstrittene Fragen offen

Das Verfahren in Sachen Schwedenplatz dauerte bisher rund vier Jahre. Die Sieger setzten sich gegen 60 Konkurrenz-Einreichungen durch. Abgeschlossen ist die Causa aber noch lange nicht. Wie Vassilakou ausführte, wird nämlich zunächst nur ein Teil des Vorhabens realisiert. Denn noch sind einige umstrittene Fragen offen: Verhandelt wird etwa über die Absiedlung der Tankstelle und des Busparkplatzes bzw. Änderungen bei den Straßenbahn-Gleistrassen.

Auch die - mit dem Bezirk prinzipiell vereinbarte - Streichung einer Abbiegespur soll erst in der zweiten Phase umgesetzt werden. Insgesamt schlägt die Umgestaltung des Schwedenplatzes laut Rathaus mit 20 Mio. Euro zu Buche. Vassilakou schätzt, dass der erste Teil bis 2020 realisiert wird. Der zweite Abschnitt soll bis 2025 vollendet sein.

"Das Siegerprojekt hat viel Potenzial", lobte auch City-Chef Figl den Entwurf. Er zeigte sich erfreut darüber, dass sich auch zahlreiche Bürger im Verfahren eingebracht haben. Die Stadträtin und der Bezirksvorsteher äußerten sich auch lobend über die Zusammenarbeit. In den vergangenen Jahren war diese nicht immer friktionsfrei verlaufen. Die vormalige VP-Bezirksvorsteherin und nunmehrige FPÖ-Politikerin Ursula Stenzel hatte etwa für eine Untertunnelung des Platzes plädiert - was laut Stadt jedoch nicht machbar gewesen wäre.

Kommentare

Vassilakou haut die Steuergelder wieder zum Fenster raus, wer wählt diese Grünen überhaupt?!

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