"Schwedenbombe" lässt Griechen erzittern:
Ibrahimovic-Traumtor bei 2:0-Auftaktsieg

Titelverteidiger geht in Salzburg zum Auftakt baden Hansson besorgt im Strafraumgetümmel zweites Tor

"Schwedenbombe" lässt Griechen erzittern:
Ibrahimovic-Traumtor bei 2:0-Auftaktsieg © Bild: AP/Stavrakis

So wie Weltmeister Italien ist auch Europameister Griechenland mit einer Niederlage in die EURO 2008 gestartet und steht nach dem ersten Spiel schon mit dem Rücken zur Wand. Der von Otto Rehhagel neuerlich extrem defensiv eingestellte Titelverteidiger unterlag am ersten Spieltag der Gruppe D in Salzburg Schweden mit 0:2 (0:0). Zlatan Ibrahimovic (67.) mit seinem ersten Länderspieltor seit Oktober 2005 und Petter Hansson (72.) bestraften mit einem Doppelschlag die griechische Passivität.

Denn wer gehofft hatte, dass Griechenland vier Jahre nach dem Titelgewinn in Portugal mit offensiverer Taktik zur EURO 2008 reisen würde, wurde enttäuscht. Rehhagel baute nicht nur auf sechs Mann, die im Finale am 4. Juli 2004 mit einem 1:0 über Portugal die Sensation geschafft hatten, sondern auch auf die selbe, extreme Defensivtaktik. Mit einer Fünf-Mann-Verteidigung riegelten die Griechen ihren eigenen Strafraum ab.

Die Schweden, im Jahr 2008 bisher nicht in Torlaune (nur zwei Treffer in sechs Testspielen/1:0 gegen Costa Rica und Slowenien), fanden eine Stunde lang kein Mittel, den Abwehrbeton zu durchbrechen. Trotz ihres Top-Sturms Zlatan Ibrahimovic/Henrik Larsson kamen die Gelb-Blauen nur zu wenigen Chancen. Zwei Mal versuchte Larsson in der ersten Hälfte in aussichtsreicher Position Ibrahimovic anzuspielen, beide Male kam der letzte Pass aber nicht an (32. 37.). Einmal köpfelte Ibrahimovic über das Tor (33.).

Europameister zu passiv
Selbst wurde der Europameister kaum gefährlich, einen Basinas-Schuss meisterte Torhüter Isaksson mit Mühe (44.). Die Passivität und das Ballgeschiebe in der Verteidigung wurde da längst mit gellenden Pfeifkonzerten von den 31.063 Zuschauern in Wals-Siezenheim quittiert. Irritieren ließen sich die Griechen davon nicht.

Unmittelbar nach der Pause hatte Christian Wilhelmsson den Führungstreffer auf dem Fuß, als Torhüter Nikopolidis zu weit vor dem Tor stand. Doch der Mittelfeldspieler schoss über das Tor. In der 67. Minute wurden die schwedischen Bemühungen aber belohnt. Ibrahimovic, der zuvor in zwölf Länderspielen ohne Torerfolg geblieben war, traf von der Strafraumgrenze ins lange Kreuzeck. Der Stürmerstar von Inter Mailand, der wegen einer Knieverletzung im Frühjahr zwei Monate pausieren musste und daher körperlich noch nicht in Topform ist, hatte damit seine Pflicht erfüllt und wurde durch Elmander ersetzt (71.).

Hansson bringt die Entscheidung
Von der Ersatzbank aus konnte er unmittelbar danach die Entscheidung mitverfolgen. Nach einem Gestocher drückte Hansson den Ball aus kurzer Distanz über die Linie, wobei Nikopolidis keine gute Figur machte (72.). Damit war der zweite Sieg von Schweden über Griechenland besiegelt, der erste datiert aus dem Jahr 1920, als die Schweden bei Olympia in Antwerpen mit 9:0 siegten.

Für Griechenland wird es nun schwierig, das Viertelfinale zu erreichen. Gegen Russland (14.) steht der Europameister schon unter Druck, zum Abschluss (18.) geht es gegen die am Dienstag souveränen Spanier.

Griechenland - Schweden Endstand 0:2 (0:0)
Salzburg, Stadion Wals-Siezenheim, 31.063 Zuschauer (ausverkauft) SR Massimo Busacca (SUI).

Torfolge: 0:1 (67.) Ibrahimovic
0:2 (72.) Hansson

Griechenland: Nikopolidis - Seitaridis, Kyrgiakos, Antzas, Dellas
(70. Amanatidis), Torosidis - Basinas, Katsouranis - Charisteas, Karagounis, Gekas (46. Samaras)

Schweden: Isaksson - Alexandersson (74. Stoor), Mellberg, Hansson, Nilson - Wilhelmsson (78. Rosenberg), Svensson, Ljungberg, Andersson - Ibrahimovic (71. Elmander), Larsson

(apa/red)

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