Schweden wehren sich gegen Vorwürfe: Eishockey-Team nicht absichtlich verloren!

0:3 gegen Slowakei: Leichteren Gegner "verschafft"?

Schwedens Eishockey-Nationalmannschaft hat Vermutungen zurückgewiesen, sich durch eine absichtliche Niederlage im letzten Vorrundenspiel gegen die Slowakei einen leichteren Viertelfinal-Gegner verschafft zu haben. "Die Medien haben das hochgespielt", sagte Trainer Bengt-Ake Gustafsson nach dem 0:3 am Dienstagabend gegen die Slowakei. Dadurch erhielten die Schweden an Stelle von Olympiasieger Kanada das Überraschungsteam der Schweiz als Gegner für die erste K.o.-Runde am Mittwoch.

Gustafsson hatte die Vermutungen durch seine Bemerkung ausgelöst, das Spiel gegen die Slowakei sei ohne Bedeutung für das Weiterkommen, seine Spieler sollten daher Kraft sparen. "Man kann Kraft sparen und ein Spiel trotzdem gewinnen wollen. Wir wollten gewinnen", sagte Stürmer Kenny Jönsson. "Keine der beiden Mannschaften wollte sich gegenseitig fertig machen", unterstrich Stürmerstar Peter Forsberg.

Der Eishockey-Weltverband IIHF hatte routinemäßig einen Beobachter zu der Partie in der Esposizioni-Halle in Turin entsandt. Der finnische Verbandschef Kalervo Kummola sagte jedoch, er habe nichts Ungewöhnliches beobachten können. Die Schweden waren in der Partie insgesamt zwar unterlegen, erspielten sich jedoch genügend Chancen für ein besseres Resultat und hatten mehrmals Pech im Abschluss. "Sie haben kaum geschossen und fast nur gepasst", meinte der slowakische Stürmer Marian Hossa.

(apa)