Schweden marschierten durch Innsbruck: Tausende zogen durch Stadt zum Stadion

Traditioneller Marsch der "Blau-Gelben" vor Spiel PLUS: Spanische Fans feierten Siesta in der Altstadt

Schweden marschierten durch Innsbruck: Tausende zogen durch Stadt zum Stadion © Bild: Reuters

Deutlich stärkeren Fanzulauf hatte der zweite Euro-Spieltag in Innsbruck. Allein beim sogenannten "Schweden-Marsch" von der Innenstadt zum Tivoli-Stadion beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 30.000 Blau-Gelbe, die das Straßenbild dominierten. Bei der eigentlichen Fiesta war dann Rot-Gelb-Rot angesagt. Am Abend feierten laut Polizeischätzungen 65.000 Personen im Zentrum der Landeshauptstadt. Ernsthafte Zwischenfälle gab es zunächst keine.

Die Public Viewing-Zonen am Marktplatz, vor dem Landhaus und am Bergisel waren vorübergehend komplett ausgelastet und mussten gesperrt werden. Freie Plätze gab es noch am Messegelände, auf dem das "Fancamp" eingerichtet war. Das Public Viewing war dort zu etwa zwei Drittel von Fans aller Lager "besetzt".

Trauermarsch retour
Fast fluchtartig verließen die blau-gelben Fans am Abend das Innsbrucker Tivoli. Aus dem lauten Schwedenmarsch zum Stadion wurde ein leiser Trauermarsch wieder retour. Wenige Meter vom Stadion entfernt, feierten Spanier ihre erste Fiesta. Der Abzug der Zuschauer verlief ohne Probleme.

Am Landhausplatz waren spanische Fans zu beobachten, die ihre skandinavischen Kollegen trösteten. "Die bessere Mannschaft hat gewonnen", meinte ein als Wikinger verkleideter Schweden-Fan niedergeschlagen.

Rasch leerte sich auch der Marktplatz. Die Fans zogen in die nahe Altstadt. Die Maria Theresien Straße war bis auf den letzten Platz gefüllt.

"Spanien total" am Bergisel
Am Bergisel und im Fancamp am Messeareal war "Spanien total" angesagt. Viele schwedische Fans verließen unmittelbar nach Spielende das große Zuschauerzelt. Am Bergisel sorgten Spanier kurz für Aufregung, als sie nach Spielende Absperrungen überwanden und sich mit den Ordnern eine Auseinandersetzung lieferten.

Mehr als die doppelte Frequenz meldeten die ÖBB tag am Innsbrucker Hauptbahnhof. 30.000 kamen mit Bus und Bahn in die Landeshauptstadt.

Für den Montag rief das lokale Innsbrucker Organisationskomitee zu einem rot-weiß-roten Marsch zum Bergisel auf. Bleibt abzuwarten, wie viele dem Österreicher-Marsch folgen werden.

(apa/red)

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