Schwarzes Wochenende: San-Marino-GP schrieb 1994 Stück trauriger Geschichte

Senna verunglückte in Tamburello-Kurve tödlich Ratzenberger erlag Hochgeschwindigkeits-Unfall

San Marino ist die älteste noch existierende Republik der Welt, 60 Quadratkilometer groß und hat weniger als 30.000 Einwohner. Dafür aber einen eigenen Formel 1-Grand Prix, weil zwei Grand Prix' in einem Land nicht möglich sind. Das Rennen wird deshalb 100 Kilometer nordwestlich in Imola ausgetragen. Seit 1981 ist das "Autodromo Enzo e Dino Ferrari" Schauplatz. 1980 wurde für ein Jahr auch der Italien-GP nach Imola verlegt.

Tradition hat die Strecke in der Emilia Romagna allemal, dort wurde aber auch das schwärzeste Kapitel der jüngeren Formel 1-Vergangenheit geschrieben. Am 1. Mai 1994 verunglückte Superstar Ayrton Senna in der Tamburello-Kurve, wo Gerhard Berger 1989 einen schrecklichen Feuerunfall überlebt hatte, tödlich.

Der Brasilianer hatte zwischen 1985 und 1991 siebenmal in Folge den Grand Prix von San Marino für sich entschieden. Am Vortag war im Imola-Training der Österreicher Roland Ratzenberger einem Hochgeschwindigkeits-Crash erlegen.

(apa)