Schwarzer Tag für Bammer in Melbourne: Nur 2 Spielgewinne gegen Taiwanesin Hsieh

Oberösterreicherin verlor klar mit 2:6 und 0:6 Wird daheim Gesundheitscheck durchführen lassen

Schwarzer Tag für Bammer in Melbourne: Nur 2 Spielgewinne gegen Taiwanesin Hsieh © Bild: Reuters/Milligan

Die an Nummer 19 gesetzte Sybille Bammer konnte Stefan Koubek nicht in die dritte Runde der Australian Open folgen. Die 27-jährige Oberösterreicherin unterlag überraschend der Taiwanesin Hsieh Su-wei nach nur 67 Minuten mit 2:6,0:6.

"Ich hake die Partie einfach ab, weil es eben ein Schwarzer Tag war und solche Tage kommen vor. Hoffentlich nur einmal in fünf Jahren", meinte Bammer nach dem raschen Aus gegen die Nummer 158 der Welt. Die Gründe dafür sind mannigfaltig, liegen aber sicherlich auch in der gestörten Vorbereitung nach einer Grippe, die sie nach Australien mitgeschleppt hat. "Seitdem ich krank war, bin ich nie in Höchstform kommen. Meine Gegnerin hat sehr gut gespielt und ich habe überhaupt nicht in mein Spiel hineingefunden."

Die Taiwanesin hatte nur zu Beginn in ihren ersten beiden Aufschlag-Games Probleme, da vergab Bammer einige Breakchancen, doch ab diesem Zeitpunkt ging es für die Ottensheimerin bergab. "Sicher ist es bitter, es war wahrscheinlich schon einer der schwärzesten Tage, die wir erlebt haben, aber das Ganze beruht auf Ursachen", meinte ihr Coach Jürgen Waber.

"Sibylle ist nicht Henin"
Man müsse aber auch realistisch bleiben. "Sybille ist eine Top-Spielerin, aber sie ist nicht die Henin. Sie ist eine Spielerin, die sich gegen jede Konkurrentin den Sieg erkämpfen und erarbeiten muss und wenn sie in keiner guten Verfassung ist, dann ist es eben auch schwieriger gegen solche Spielerinnen zu gewinnen", erklärte Waber.

Trotz allem wird Bammer nach dem Doppel an der Seite von Tamira Paszek und dem Mixed, in dem sie mit Oliver Marach antritt, Australien mit einem positiven Gefühl - und doppelt so vielen Punkten wie im Vorjahr - verlassen. "Die Australien-Tour war besser als vergangenes Jahr und ich gehe positiv in die nächsten Wochen." Sehr intensive Wochen: Fed Cup in Argentinien, danach die Turniere in Antwerpen, Dubai, Doha sowie eine US-Serie in Indian Wells, Miami, Amelia Island und Charleston.

Gesundheitscheck in Österreich
Daher ist das Wichtigste für die Weltranglisten-20., dass sie wieder völlig fit wird. "Ich werde mich daheim noch einmal untersuchen lassen und hoffe, dass dann alles passt und ich wieder topfit werde. Ich fühle mich einfach nicht 100-prozentig gesund, nicht spritzig. Und dafür war es ja gar nicht schlecht, dass ich die erste Runde gewonnen habe."

Für jene Unkenrufer, die ihr nun vorwerfen, dass sie gegen eine Nummer 158 verloren hat, hatte Bammer quasi noch eine Message. "Eine Safina oder eine Szavay haben in der ersten Runde verloren. Das Niveau ist einfach so hoch, wie es in den vergangenen Jahren überhaupt nicht war. Und das wird auch immer besser von Jahr zu Jahr." (apa/red)