Gesundes Baby von

Worauf Eltern vor der
Geburt achten sollten

Ultraschall © Bild: iStockphoto.com

Dass Schwangere auf Alkohol und Zigaretten verzichten sollten, ist gemeinhin bekannt. Doch das ist noch lange nicht alles. Forscher zeigen nun auf, was werdende Eltern alles tun sollten, um das Risiko für diverse Erkrankungen bei ihrem Kind nicht unnötig zu erhöhen.

Forscher des University College London und der University of Southampton fassten laut "welt.de" eine Vielzahl an Untersuchungen zusammen und unterstrichen in einer im Fachblatt "The Lancet" veröffentlichten Studie mehrere Kriterien, die für die Gesundheit des Nachwuchses wichtig sind. Zum einen zeigen sie auf, dass eine Fehlernährung der Eltern die Gefahr erhöht, dass es beim Kind zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Stoffwechsels, des Immunsystems oder des Nervensystems kommt.

Zum anderen betonen sie, dass es hier nicht nur auf einen gesunden Lebensstil der Mutter, sondern auch auf den des Vaters ankäme. Wie bereits bekannt ist, beeinträchtigen der Konsum von Zigaretten und Alkohol ebenso wie eine Fehlernährung die Zeugungsfähigkeit. Nun heben die Forscher hervor, dass sich besagte Aspekte auch nachteilig auf die Gesundheit des Kindes auswirken können. Geschädigtes Erbgut in den Spermien kann beim Kind Herz- und Stoffwechselerkrankungen begünstigen. Auch die Regulation des kindlichen Hormonhaushalts kann dadurch in Mitleidenschaft gezogen werden.

Vorsorge schon Jahre vor der Schwangerschaft

Was die Mutter betrifft, so empfiehlt es sich, auf den Konsum von Alkohol und Zigaretten nicht erst mit Beginn der Schwangerschaft, sondern schon drei Monate davor zu verzichten. Auch die Versorgung mit ausreichend Folsäure sollte ab diesem Zeitpunkt garantiert sein. In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Frauen für gewöhnlich nicht genügend Eisen und Folsäure zu sich nehmen und 40 Prozent der weltweiten Schwangerschaften nicht geplant sind, sprechen sich die Forscher dafür aus, auf die Versorgung mit besagten Mikronährstoffen während des gesamten gebärfähigen Alters zu achten. Dies vor allem in Ländern, in denen Unterernährung herrscht.

Wesentlich länger als drei Monate vor der Schwangerschaft zur Tat schreiten müsse man auch, wenn man unter starkem Übergewicht leide und ein Normalgewicht erreichen wolle. Auch wer seinen Körper mit ausreichend Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen durch den Konsum von Obst und Gemüse versorgen wolle, müsse früh genug damit beginnen. Die Forscher empfehlen hier einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren.

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