Schwammerlsucher müssen wieder zahlen:
"Pilzvignette" soll künftig zwei Euro kosten

Kärntner Forstbesitzer: "Profis räumen Wälder leer" Naturfreunde protestieren gegen Gebührenpflicht

Schwammerlsucher müssen wieder zahlen:
"Pilzvignette" soll künftig zwei Euro kosten © Bild: APA/Pleul

Geht es nach einigen Forstbesitzern im Kärntner Lavanttal, soll die sogenannte Pilzvignette im Sommer 2009 zwei Euro kosten. Im Vorjahr war ein heftiger Streit um die "Schwammerlklauber-Lizenz" entbrannt. Ursprünglich wollten die Grundbesitzer auf der Saualm und Koralm 45 Euro einheben, letztendlich wurde aber beschlossen, dass für die Vignette in Kärnten nichts zu bezahlen sei, was sich jetzt aber wieder ändern dürfte.

Freunde von Eierschwammerl und Herrenpilz müssten heuer die zwei Euro als Unkostenbeitrag bezahlen, berichtete die "Kronenzeitung. "Wir sind nicht dagegen, dass die Menschen ihre zwei Kilo Pilze nach Hause tragen. Was uns stört, sind Profis, die die Wälder ausräumen", sagte Hans Grieshofer, Sprecher der Land&Forst-Betriebe-Steiermark. Protest kommt von den Naturfreunden. "Ein Volksbegehren gegen diese Pilzvignette ist denkbar", meinte Österreich-Chef Reinhard Dayer. (apa/red)