Schwaiger-Sisters im Viertelfinale gestoppt:
Beach-Volleyball-Duo unterlag Chinesinnen

Hoch gehandelte Tian/Wang siegten klar in 2 Sätzen Rang fünf bisher bestes Olympia-Resultat Österreichs

Schwaiger-Sisters im Viertelfinale gestoppt:
Beach-Volleyball-Duo unterlag Chinesinnen © Bild: AP/Pisarenko

Für Doris und Stefanie Schwaiger ist wie befürchtet im Viertelfinale des olympischen Beach-Volleyballturniers das Aus gekommen. Die Schwestern aus dem Waldviertel unterlagen in der Runde der letzten Acht den topgesetzten Chinesinnen Tian Jia/Wang Jie im mit über 12.000 Zuschauern voll besetzten Centercourt glatt mit 0:2 (12,12). Platz fünf ist aber das beste österreichische Olympia-Ergebnis in dieser Sportart. Bei den Herren sind Florian Gosch und Alexander Horst ebenfalls im Viertelfinale im Einsatz.

"Es war nicht die Nervosität oder die heimischen Zuschauer. Der Aufschlag der Chinesinnen hat den Ausschlag gegeben, außerdem haben unsere Gegnerinnen stark geblockt", gestand Stefanie Schwaiger nach der Abfuhr in nur 40 Minuten ein. Tatsächlich hatten die chinesischen Fans den gigantischen Centercourt im Pekinger Chaoyang-Park in einen Hexenkessel verwandelt, wenn auch unter tatkräftiger Anleitung des österreichischen Stadion-Sprechers Tom Bläumauer und dessen chinesischen Übersetzers.

Von Beginn an unter Druck
Aber selbst das "Klagenfurt-Feeling" durch Bläumauer und dem österreichischen DJ Stari sowie Daumendrückern wie Judoka Sabrina Filzmoser konnten an diesem Tag den Schwaiger-Schwestern nicht helfen. Sie gerieten gegen das starke Heim-Duo von Beginn an unter Druck und verloren den ersten Satz in nicht einmal einer Viertelstunde. Im zweiten schafften die Schwaigers zwar eine 4:2-Führung, dann aber ließen die beiden Chinesinnen nichts mehr anbrennen. Ein Service-Fehler von Stefanie Schwaiger beendete bezeichnender Weise das Match.

"Das letzte Match können wir vergessen. Wir haben einen ziemlichen Dreck gespielt und oft das falsche gemacht", gab auch Schwester Doris zu. "Aber alles andere war großartig, auch die Fans, die sehr fair waren zu uns", zog die kleinere, aber ältere der beiden Schwaigers trotz allem eine positive Olympia-Bilanz. "Platz fünf ist ein toller Erfolg. Wir sind noch jung und vielleicht kämpfen wir ja in vier Jahren in London um eine Medaille", sagte die 23-jährige Studentin aus Großglobnitz bei Zwettl.
(apa/red)