Schwache Konjunktur und teurer Treibstoff:
4 US-Fluggesellschafen in 1 Woche bankrott

Scharfer Wettbewerb mit Überkapazitäten am Markt Aber auch: Jobabbau bei großen Airlines in den USA

Der Krise der kleinen US-Fluggesellschaften hat sich nochmals verschärft: Der Billigflieger Skybus gab als vierte Airline binnen einer Woche die Einstellung des Betriebs bekannt. In einer Erklärung auf der Firmen-Website machte Skybus dafür die Kombination aus steigenden Treibstoffpreisen und der Abschwächung der US-Konjunktur verantwortlich.

Der Billigflieger Skybus, der erst im vergangenen Mai gestartet war, machte mit elf Airbus-Maschinen 74 Flüge pro Tag. Sein Markenzeichen war, mindestens zehn Tickets pro Flug für jeweils zehn Dollar anzubieten.

Zuletzt hatte bereits die Aloha Airgroup aus Hawaii ihre Passagierflüge eingestellt und 1.900 Mitarbeiter entlassen. Am Donnerstag stoppte die ATA Airlines aus Indianapolis den Betrieb, mehr als 2.200 Beschäftigte sind betroffen. Zudem kündigte die Charter-Fluglinie Champion Air die Einstellung ihrer Flüge zum 31. Mai und den Abbau von 550 Jobs ab. Wie im Fall von Skybus sind es die hohen Spritpreise und die schwache US-Konjunktur, die die gesamte Branche immer mehr unter Druck setzen.

Harte Maßnahmen
Auch die großen amerikanischen Airlines müssen zu harten Maßnahmen greifen. Mitte März kündigte die drittgrößte US-Fluggesellschaft Delta Air Lines an, aus Kostengründen mehrere tausend Stellen zu streichen. Etwa 30.000 der insgesamt mehr als 55.000 Beschäftigten sollen Abfindungen angeboten werden. Ziel sei es, mindestens rund 2.000 Stellen in Service, Verwaltung und Management abzubauen.

Auf dem US-Luftverkehrsmarkt herrscht ein scharfer Wettbewerb mit Überkapazitäten. Die Airlines verfolgen daher zahlreiche Fusionspläne und setzen verstärkt auf Auslandsflüge.

(apa/red)