Schutzwege sind überhaupt nicht sicher: Sie bergen großes Risiko für Fußgänger

40 Zebrastreifen in ganz Österreich beobachtet Meist langes Warten oder Fußgänger ganz übersehen

Schutzwege sind überhaupt nicht sicher: Sie bergen großes Risiko für Fußgänger

Schutzwege werden ihrem Namen nicht gerecht. Sie bedeuten für die Fußgänger ein großes Risiko. 40 nicht ampelgeregelte Zebrastreifen in ganz Österreich wurden im Juni von Testern untersucht. Das Ergebnis stellt den heimischen Fahrzeuglenkern kein gutes Zeugnis aus. Durchgeführt wurde die Untersuchung von dem auf Testkäufe spezialisierten Unternehmen Markus Weinhold Consulting. Sie schickten 25 Tester "ins Feld".

240 Mal wurde das Verhalten der Autofahrer beobachtet. Ein Drittel der Zebrastreifen wurden in Wien unter die Lupe genommen, zwei Drittel in den Hauptstädten der Bundesländer. Die Tester waren genau eine Woche lang unterwegs.

Langes Warten oder Übersehen werden
In 65 Fällen (27 Prozent) wurde der Schutzweg ohne Beachtung des Fußgängers überfahren. 115 Mal (48 Prozent) warteten die Fußgänger bis zu zwei Minuten vergeblich, bis sie jemand über die Straße ließ. Sie mussten das Anhalten erzwingen, indem sie den Schutzweg betraten.

Lenker bremsten überrascht
In 22 Fällen (neun Prozent) kam es vor, dass die Fahrzeuglenker - sichtlich von der Situation überrascht - abbremsten. Danach bemerkten sie, dass der Anhalteweg zu lange wäre und die Fahrt durch Erhöhung der Geschwindigkeit fortsetzten. Nur in 38 Fällen (16 Prozent) hielten die Fahrzeuglenker vorausschauend an, und der Fußgänger konnte ungehindert die Straße überqueren, beobachteten die Tester. (apa/red)

Kommentare

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Aufpassen statt blind runtersteigen Die hirnlose Idee, Fußgängern aller Rechte einzuräumen und Autofahrer alle Pflichten aufzubürden, scheitert eben an den Grenzen der Physik. Bewegte Massen gehorchen nun mal dem Gesetz mv2/2 (Techniker werden es verstehen) und die Bewegungsenergie eines Autos führt zu einem Bremsweg von mehreren Metern während der Fußgänger einen Bremsweg von einem Schritt hat.
... naja, ich hoffe, es braucht nicht mehr allzu viele Tote und Verletzte bis auch unsere intelligenzfreien rot-grünen Verkehrsplaner die Naturgesetze akzeptieren und die Fußgänger auch wieder gemeinsam mit den Autofahrern im Straßenverkehr aufpassen!

Woodentree melden

Re: Aufpassen statt blind runtersteigen Gleich mal vorweg, bin selbst Autofahrer. Daher kenn ich beide Seiten (soll ja Autofahrer geben, die seit Jahren keinen Fuß mehr auf den Gehsteig gesetzt haben) und der Trend geht tatsächlich dahin, dass Autofahrer inzwischen scheinbar vergessen haben, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sind, vor dem Zebrastreifen stehen zu bleiben, wenn ein Fußgänger offensichtlich überqueren möchte.
Bei vielen Zebrastreifen geht es inzwischen nicht mehr anders, als einfach drüberzugehen, weil einfach niemand stehenbleibt. Aktion und Reaktion. Klar sind Fußgänger lang nicht mehr so aufmerksam wie früher, aber als Fußgänger ist man nun mal der schwächere Verkehrsteilnehmer und auf die MUSS Rücksicht genommen werden, egal wie idiotisch sie sich benehmen. Lernt man übrigens beim Führerscheintest. ;-)

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Re: Aufpassen statt blind runtersteigen Auf Schwächere soll gerne Rücksicht genommen werden - nur völlige Intelligenzfreiheit sollte man nicht fördern !

wieder so eine pseudountersuchung jede pseudo-untersuchung bringt das ergebnis,das vom auftraggeber erwartet bzw erwünscht ist. ohne darlegung,wie diese "tests" abgelaufen sind, ist jede schlussfolgerung manipulation pur. was uns in österreich im straßenverkehr total fehlt ist rücksichtnahme, rücksichtnahme und nochmal rücksichtnahme. aber von allen teilnehmern, nicht nur von denen, die "nummernmäßig" erfassbar und anzeigbar sind.

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