Schutz der Meere ist Frage des Überlebens:
Wert der Ozeane mit 21 Billionen $ beziffert

Schutz der Ozeane billiger als Zerstörung zuzulassen Weltweite Meeres-Schutzgebiete sollen Ozeane retten

Schutz der Meere ist Frage des Überlebens:
Wert der Ozeane mit 21 Billionen $ beziffert © Bild: Reuters/Pavel Shevtsov

Die Meere liefern den Menschen überlebenswichtige Dienstleistungen wie Nahrung, Klimaschutz und Medizin. Nach groben Expertenschätzungen liege der ökonomische Wert der Meere bei etwa 21 Billionen US-Dollar (13,3 Billionen Euro) im Jahr, berichtete die Umweltorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) bei der UN-Naturschutzkonferenz in Bonn.

Das ist gut fünfmal so viel wie das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands. Die Ausbeutung, Verschmutzung und Zerstörung des Lebensraumes Ozean bedrohe auch den Menschen, warnte der WWF.

Der Schutz der Ozeane ist laut der WWF-Studie um ein vielfaches billiger als die Folgekosten der Zerstörung. "Geht die Überfischung ungebremst weiter, brechen bis Mitte des Jahrhunderts nicht nur die Fischereien zusammen, sondern es gehen auch Millionen Arbeitsplätze verloren", warnte der WWF-Experte.

Meeres-Schutzgebiete sollen Ozeane retten
"Die Menschheit ist auf intakte Ozeane angewiesen, sie sind ein Eckpfeiler der wirtschaftlichen Entwicklung und der Armutsbekämpfung", sagte Christian Neumann vom Internationalen WWF-Zentrum für Meeresschutz in Hamburg. "Wenn die Staaten nicht endlich handeln, verlieren wir den Reichtum der Ozeane."

Meeres-Schutzgebiete stehen auch auf der Tagesordnung der Bonner Konferenz. Die Vertragsstaaten der Konvention hatten sich 2004 das Ziel gesetzt, bis 2012 ein weltweites Netz an maritimen Schutzgebieten zu schaffen. Bisher stehen aber nur 0,5 Prozent der Ozeane unter Schutz.
(apa/red)