Schumi lässt sich Frust nicht anmerken: Verlorene Radmutter Ausfallgrund in Sepang

Doppelt bitter: Teamkollege Rosberg wird Dritter Schumacher: "Was mich betrifft, bin ich im Fahrplan"

Schumi lässt sich Frust nicht anmerken: Verlorene Radmutter Ausfallgrund in Sepang © Bild: Reuters

Da saß er also und musste sich von einem alles andere als nigelnagelneuen Zweirad zurück an die Box bringen lassen. Der Glanz ist ab von Rekordweltmeister Michael Schumacher - wenn auch nicht nur aus eigenem Verschulden. Der 41-jährige Deutsche blieb im Grand Prix von Malaysia bereits nach neun Runden wegen einer verlorenen Radmutter am Mercedes liegen.

Drei Rennen nach seinem mit Spannung erwarteten Comeback hat Schumacher damit weiterhin lediglich einen sechsten Platz vom Auftakt in Bahrain als bestes Ergebnis zu Buche stehen. Sein Teamkollege Nico Rosberg dagegen landete als Dritter erstmals in dieser Saison auf dem Podest. In allen drei bisherigen Qualifyings hat der 17 Jahre jüngere Landsmann den Altmeister hinter sich gelassen.

Schumacher, in Sepang nach verkorkster Quali als Achter ins Rennen gegangen, will sich vom stotternden Start in seine zweite Karriere weiterhin nicht beunruhigen lassen. "Ich habe Spaß an der Formel 1", versicherte der 91-fache Grand-Prix-Sieger nach dem Ausfall. Über den technischen Defekt wollte er sich nicht weiter ärgern. "Solche Dinge gehören zum Motorsport", betonte Schumacher.

"Part of the game"
Das linke Hinterrad war plötzlich schief gestanden, der Mercedes-Bolide für Schumacher nicht mehr manövrierbar. "Man kann sich darüber ärgern, oder sagen, das ist 'part of the game'. So sehe ich das derzeit", versicherte der Rückkehrer. So richtig nimmt man ihm das Phlegma allerdings nicht ab, war man beim Rekordchampion doch stets dessen unvergleichlichen Ehrgeiz gewöhnt.

"Was mich betrifft, bin ich im Fahrplan", meinte Schumacher. "Was das Auto betrifft, sind wir es noch nicht." Erst beim übernächsten Rennen in Barcelona bringt Mercedes ein größeres Update, praktisch ein völlig überarbeitetes Auto. "Es kommen noch einige gute Sachen für uns", versprach Schumacher. Und dass Mercedes so weit gar nicht hinterher sein kann, hat Rosberg bereits bewiesen.

(apa/red)