Schumi als Chaffeur: Ex-Formel-1-Star
pilotiert Zinedine Zidane in Magny Cours

Rekordweltmeister hegt keine Comeback-Pläne

Schumi als Chaffeur: Ex-Formel-1-Star
pilotiert Zinedine Zidane in Magny Cours

Michael Schumacher ist auf die Rennstrecke zurückgekehrt, aber nur um ein medizinisches Hilfsprojekt zu unterstützen. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister fuhr vor der Qualifikation zum Grand Prix von Frankreich in Magny-Cours mit dem französischen Fußballstar Zinedine Zidane in einem Ferrari FXX ein paar Runden.

"Es hat Spaß gemacht", sagte Schumacher, der kein Comeback plant. "Ich bin so zufrieden, wie es jetzt läuft." Im Vorjahr hatte der Deutsche seine einmalige Grand-Prix-Karriere beendet. Weitere Fragen zu eventuellen sportlichen Plänen des ehemaligen F1-Superstars blockte Ferrari-Teamchef Jean Todt ab.

Schumacher gehört mit Todt und acht weiteren Prominenten zu den Gründungsmitgliedern der "ICM-Stiftung". Diese errichtet in Paris eine Klinik, um Hirn- und Rückenmarkserkrankungen behandeln zu können. Professor Gerard Saillant erklärte: "Einer von acht Menschen kann von derartigen Problemen betroffen sein. Wir stehen erst am Beginn, diese komplizierten und vielfältigen Krankheiten zu verstehen."

"Für mich war es klar, dieses Projekt zu unterstützen", begründete Schumacher sein vor mehreren Jahren begonnenes Engagement für "ICM". Damit könne vielen Menschen geholfen werden. Welt- und Europameister Zidane, der während der Pressekonferenz ein betroffenes kleines Mädchen auf dem Schoß hatte, bat eindringlich um breite Unterstützung für das Projekt.

Schumi als Chaffeur
Zuvor hatte Schumacher in seinem privaten schwarzen Ferrari FXX "Zizou" um den 4,411 Kilometer langen Kurs chauffiert, auf dem er im Vorjahr noch im Formel-1-Boliden gewonnen hatte. "Das war ein tolles Gefühl, zumal wir damit ICM unterstützen konnten", betonte der ebenfalls zurückgetretene Fußballprofi. Zidane hatte bei der WM 2006 im Finale gegen Italien mit seinem Platzverweis wegen eines Kopfstoßes gegen Marco Materazzi seine Karriere unrühmlich beendet.

Vom Modell FXX gibt es nur 30 Stück. Der Sportwagen kostet über eine Million Euro und leistet etwa 800 PS. Dieser Ferrari darf nicht auf der Straße gefahren werden. Schumacher drehte seine Runden jedoch gemächlich und verzichtete wie Zidane auf einen Helm. "Ich bin so gefahren, dass das nicht nötig war", erklärte "Schumi".

(apa/red)