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Schulz will auch bei Wahlniederlage SPD-Vorsitzender bleiben

"Werde mich auf nächstem Parteitag natürlich um Wiederwahl bewerben"

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will auch im Fall einer Niederlage bei der deutschen Bundestagswahl Parteivorsitzender bleiben. "Ich werde mich auf dem nächsten Parteitag natürlich um eine Wiederwahl bewerben", kündigte er am Montag in Berlin bei einer Leserveranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland an.

"Die SPD kann längere Rhythmen in der Amtszeit ihrer Vorsitzenden ganz gut gebrauchen." Auch dem nächsten Bundestag will der SPD-Politiker unabhängig vom Wahlergebnis angehören, sofern er gewählt wird: "Es wäre doch unlogisch, dieses Mandat nicht anzunehmen", sagte er.

Die SPD liegt in den Umfragen nach einem Höhenflug nach der Nominierung von Schulz zum Kanzlerkandidaten jetzt wieder deutlich hinter der CDU/CSU. Schulz kommt auch nicht an die persönlichen Werte von Bundeskanzlerin Angela Merkel heran.

Könnte der Bundeskanzler in Deutschland direkt gewählt werden, würden sich nach einer neuen YouGov-Umfrage 42 Prozent für Merkel und nur 22 Prozent für Schulz entscheiden. Auch bei der Bewertung der Arbeit kann Schulz gegenüber Merkel nicht aufholen. 61 Prozent der Befragten bescheinigten Merkel, dass sie einen sehr guten oder eher guten Job als Kanzlerin mache. Bei Schulz bewerteten nur 35 Prozent seine Arbeit als Kanzlerkandidat mit sehr gut oder eher gut.

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