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Unfähige Lehrer: Was tun?

Bislang nur von Klasse zu Klasse und von Schule zu Schule weitergereicht

Ein Lehrer lehnt frustriert an einer Tafel. © Bild: Thinkstock.de

Für eine Ausweitung der Möglichkeiten im Umgang mit ungeeigneten Lehrern sprechen sich Direktoren und Wissenschafter im "Ö1-Mittagsjournal" aus. AHS-Direktorensprecher Wilhelm Zillner kann sich etwa eine allgemeine Verpflichtung zur Fortbildung vorstellen. Momentan würden solche Lehrer als "Wanderpokale" im System weitergereicht, so der Bildungsforscher Stefan Hopmann.

Unfähige Lehrer würden derzeit entweder von einem Schulleiter von Klasse zu Klasse oder der Schulaufsicht von Schule zu Schule "verschoben werden, um den Schaden zu verteilen", so der Hopmann. "Ich kenne keinen anderen Beruf, wo selbst nachgewiesene Unfähigkeit kein Anlass ist, das Arbeitsverhältnis zu beenden." Kündigungen gibt es bisher meist nur bei groben Vergehen wie körperlichen Übergriffen oder bei laufendem Zuspätkommen.

Verpflichtung zur Fortbildung angedacht

Direktoren bräuchten hier mehr Möglichkeiten, erklärte Zillner. Vor einer etwaigen Kündigung schwebt ihm allerdings als erste Maßnahme eine Verpflichtung zur Fortbildung vor. Eine solche ist im AHS-Bereich derzeit lediglich Teil des 2013 verabschiedeten neuen Lehrerdienstrechts, das aber nur für neu eintretende Pädagogen gilt (verpflichtend ab 2019/20; davor optional). Im Bildungsministerium will man sich zum Thema Kündigungen erst äußern, wenn man das Expertenpapier zur Schul-Steuerung analysiert habe.

Kommentare

Oberon

Jetzt wollte ich einen produktiven Beitrag zum Artikel "Zahl der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache erneut gestiegen" schreiben, und siehe da, dort kann man ja gar nicht posten! Interessiert NEWS die Meinung seiner user/Leser denn gar nicht? Diese Frage beantworte ich mir gleich selbst: NEIN,
es interessiert sie nicht, Hauptsache, das Heft wird gekauft. :-(

Ich kenne Lehre, die den Kindern in voller Absicht die Zukunft verbauen. Die haben ihre Lieblinge und die die es nicht sind und so wird benotet. Das könnte man auch beweisen, wenn es jemanden gäbe der das tun wollte, aber die gibt es nicht im Schulsystem.

Seekuh44

Tatsache ist: es gibt Unfähige, da nützt keine Fortbildung und auch keine Planung.
Die gehören woanders hin. In dem Beamtenapparat sollte sich doch irgendein Plätzchen finden lassen, wo diese Leute nicht mehr auf Kinder losgelassen werden!

Nach 40 Jahre Schuldienst und 10 Jahre Schulleiter: es gibt noch immer Lehrer die eine Lebensvorbereitung haben. D. h.: Zu Beginn der Tätigkeit als Lehrer wird eine Vorbereitung gemacht, dann nie mehr. Verpflichtend ist: Jahres , Wochen- und Tagesplanung.Als Schulleiter ist man aber machtlos , man hat keine Handhabe !

In dem Artikel gehts um die Unfähigkeit vieler Lehrer und nicht um die Parteizugehörigkeit. Das hat nichts damit zu tun, dass man mit Parteibuch besser fährt. Hier geht's um die mangelnde Ausbildung von Lehrern und die wahllose Anstellung auch wenn sie nicht geeignet sind. Und darum, dass man sie danach kaum wieder loswerden kann.

Oberon
Oberon melden

Fortbildung ist eine gute Sache, aber was nützt die, wenn die Lehrer nicht die Fähigkeiten haben, Kindern und Jugendlichen etwas beizubringen. Den Lehrstoff einfach so runterzuhaspeln und bei der geringsten Störung völlig aus dem Konzept zu kommen, zeigt ganz deutlich, dass Auswendiglernen der Materie nicht das Gelbe vom Ei ist. Lehrer sollten ihren Schülern Wissen spannend und ......

Oberon
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2.) ...verständlich nahebringen, wobei ihre menschlichen Eigenschaften nicht vergessen werden dürfen. Nur gut vortragen, reicht nun mal nicht. Die Schüler sollten keine Angst vor dem Lehrer haben, aber auch nicht glauben, sie seien der Chef. Soft skills sind auch bei Lehrern wichtig.

Wergznase melden

Wenn die Lehrerin "angesehen" ist, ist sie offensichtlich ja doch nicht so schlecht. Ihre etwaigen eigenen Schulleistungen tun nichts zur Sache.

christian95 melden

Hauptsache das Parteibuch stimmt!
Eine junge Lehrerin bekam wegen ihres Zeugnisses keinen Job. Daher nahm sie sich ein Parteibuch. Heute ist sie angesehene "Oberlehrerin" und verlangt von den Kindern ihrer ehemaligen Schulkammeraden Leistungen, die sie selber nie geschafft hat.

Nudlsupp melden

Und wenn Sie nicht gestorben ist, dann lebt sie noch heute glücklich und zufrieden hinter den 7 Bergen, bei den 7 Zwergen. Das ist von den Gebrüdern Grimm. Nicht von H. CHRISTIAN Andersen

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