Schuldspruch für Moshe Katzav: Israels
Ex-Präsident verging sich an drei Frauen

"Nein, nein" - 65-Jähriger ist über Urteil fassungslos Strafmaß wird erst zu späterem Zeitpunkt verkündet

Schuldspruch für Moshe Katzav: Israels
Ex-Präsident verging sich an drei Frauen © Bild: APA/EPA/Kahana

Der frühere israelische Staatspräsident Moshe Katzav ist wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen worden. Ein Bezirksrichter verkündete in Tel Aviv das Urteil gegen den 65-Jährigen, dem Sexualvergehen gegen mehrere seiner Mitarbeiterinnen in seiner Amtszeit als Tourismusminister, Vizepremier und Präsident zur Last gelegt werden. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Der Likud-Politiker trat wegen der Vorwürfe 2007 als Staatsoberhaupt zurück, beteuerte aber seine Unschuld.

Katzav war auch wegen Justizbehinderung angeklagt worden. Der erste Prozess gegen einen ehemaligen israelischen Präsidenten hatte im vergangenen Jahr begonnen. Bei den Verhandlungen ging es um Vorwürfe von insgesamt drei Frauen. Der Richter betonte, die Klägerin, die Katzav Vergewaltigung in zwei Fällen vorwarf, habe die Wahrheit gesagt. Katzav habe sich hingegen in Lügen verstrickt.

"Nein, nein"
Der Ex-Präsident war nach Medienberichten fassungslos, als er die Urteilsverkündung hörte. "Nein, nein", habe er gemurmelt. Vor dem Gericht demonstrierten Frauenorganisationen und forderten eine harte Strafe.

Absprache aufgehoben
Die Sexualstraftaten des israelischen Ex-Präsidenten gegen drei Frauen ereigneten sich während Katzavs Amtszeit als Tourismusminister von 1996 bis 1999 sowie während der Präsidentschaft von 2000 bis 2007. Israels Oberster Gerichtshof hatte eine heftig umstrittene Übereinkunft der Staatsanwaltschaft mit dem ehemaligen Staatspräsidenten aufgehoben. Diese Absprache hatte zum Inhalt, dass Katzav geringfügigere Vergehen wie sexuelle Belästigung eingesteht und im Gegenzug einer Gefängnisstrafe entgeht.

Die Anklagebehörde hatte die mit Katzav erzielte Übereinkunft damit begründet, dass sich die Beweislage in Hinblick auf die angebliche Vergewaltigung schwieriger gestaltet habe als ursprünglich angenommen. Diese Abmachung hatte in Israel große Empörung ausgelöst. Weite Teile der Öffentlichkeit sahen darin einen Beweis für die Vorzugsbehandlung einer moralisch bankrotten und korrupten politischen Elite.

Der Likud-Politiker Katzav war im Juli 2000 vom israelischen Parlament völlig überraschend für eine Amtszeit von sieben Jahren zum Staatsoberhaupt gewählt worden. Dabei besiegte er den Favoriten und Kandidaten der Linken, Shimon Peres. Seit der Anklageerhebung im Jänner 2007 hatte er auf die Amtsausübung verzichtet. Am 15. Juli 2007 trat der von der Knesset gewählte Shimon Peres die Nachfolge an.

(apa/red)

Kommentare

Schande der Welt Israel Israel . Das Land der unbegrenzten Machenschaften und Verschwörungen und Massenmörder in Politebene die niemals zur Rechenschaft gezogen werden.

Einfach Schande über diese Juden.

Nur in Österreich Kroatien, Israel, nur in Österreich werden Politiker mit Samthandschuhen angefaßt und versucht alles zu vertuschen.

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